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Schweigen in der Kita führt zum Vertrauensverlust

über dieEreignissein der Kita Röderau

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Von Koerber.Ulrike @dd-v.de

In Röderau herrscht Unsicherheit. Zumindest bei der Eltern, die ihre Sprösslinge in das dortige Kinderhaus bringen. Vor wenigen Tagen wurde eine Erzieherin dort beurlaubt, weil Gefährdung des Kindeswohls bestanden haben soll. Die Gemeinde und die Einrichtung hätten das Nötigste getan, um Weiteres zu verhindern. Darüber sind die Eltern auch froh.

Allerdings fehlt ihnen Information. Das, was sie bislang über die Vorfälle erfuhren, werfe für sie mehr Fragen auf. Das sollten Gemeinde und Kita berücksichtigen. Denn es gibt keine sensiblere Stelle bei Eltern als ihre Kinder. Mit Dichthalten erreichen Träger und Kita da nichts. Eher das Gegenteil – nämlich Vertrauensverlust.

Natürlich ist die Gemeinde zu verstehen, wenn sie über laufende Verfahren nicht plaudern will. Natürlich soll die betreffende Erzieherin geschützt werden, erst recht, da die Sache noch unaufgeklärt ist. Wenn eine Gemeinde oder Kita sich aber bemüßigt fühlt, einen öffentlichen Aushang an die Kitatür wegen des Vorfalls zu machen, wie in diesem Fall geschehen, dann muss sie auch Erklärungen abgeben. Und zwar rückhaltlose, ob es ihnen jetzt, im Nachgang, passt oder nicht.