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Schwieriges Jubiläumsjahr für Köche

Elke Erbert hat ihre Großküche vor 25 Jahren gegründet. Wegen Corona hat sie weniger zu tun, aber gekocht wird jeden Tag.

Chefin Elke Erbert und Koch Daniel Richter präsentieren ein Schnitzel mit Erbsen und Kartoffeln. Täglich stehen jeweils vier Speisen auf der Karte.
Chefin Elke Erbert und Koch Daniel Richter präsentieren ein Schnitzel mit Erbsen und Kartoffeln. Täglich stehen jeweils vier Speisen auf der Karte. © Dietmar Thomas

Hartha/Geringswalde. Trotz oder gerade wegen der schwierigen Zeiten ist Elke Erbert stolz auf das Erreichte. Die Inhaberin der Großküche „Menü 2000“ feierte kürzlich mit ihren Angestellten das 25-jährige Betriebsjubiläum.

Während des Corona-Lockdowns musste Elke Erbert die Anzahl ihrer Essen, etwa 300 sind es täglich, reduzieren. Sie beliefert eine Kita und einen Schulhort. „In der Zeit der Notbetreuung fiel die Hälfte der Essen weg“, sagt sie. Auch das Catering für Familienfeiern brach plötzlich zusammen. Kurzarbeit für die Angestellten sei deshalb unumgänglich gewesen.

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Ältere Kunden sind sehr dankbar

Die Versorgung der älteren Leute, die ihr Mittagessen bei Menü 2000 bestellen, sei aber abgesichert worden. Elke Erbert findet, dass die älteren Herrschaften sehr dankbar sind. „Einige sind sogar dabei, die uns von Anfang an die Treue halten“, sagt die Chefin nicht ohne Stolz.

Als Elke Erbert ihre Großküche „Menü 2000“ im August 1995 in Hartha gründete, hatte sie die Hoffnung, dass das Unternehmen im Jahr 2000 noch besteht. Dass sie nun das 25-jährige Betriebsjubiläum feiern kann, hätte sie damals nicht gedacht. Der Anfang sei schwer gewesen, sagt die Chefin. Zu Beginn kochten sie und ihr Team für Kinder. Im Lauf der Jahre hat sich der Kundenstamm um Senioren und Betriebsangehörige erweitert.

Umzug in ehemaligen Konsum

Vor sechs Jahren haben Elke Erbert und ihr Team den Umzug nach Geringswalde gewagt. Die kommunalen Räume, die die Firma in Hartha genutzt hatte, waren renovierungsbedürftig. „Die Stadt hätte die Renovierung vorgenommen, doch wären die Kosten auf die Miete umgelegt worden“, sagt Elke Erbert.

Freunde hatten sie auf den ehemaligen Konsum in Geringswalde an der B 175 aufmerksam gemacht. „Da war ich früher oft als Kind drin. Auf dem Weg zum Geringswalder Freibad haben wir uns Eis oder Limonade gekauft“, erinnert sich die Harthaerin. Auch wenn der Zustand des Gebäudes nicht unbedingt für Begeisterung sorgte, nahm sie den Umbau in Angriff. „Ein knappes Jahr haben wir gebaut“, sagt sie.

Nur am Neujahrstag wird nicht gekocht

Noch heute ist sie stolz darauf, dass ihre Küche nicht einen Tag geschlossen war. Essenzubereitung und Sanierung des neuen Domizils liefen parallel. Als der im Volksmund „Würfel“ genannte Bau in Geringswalde fertig war, erfolgte an einem Wochenende der Umzug und es ging nahtlos weiter.

Im vergangenen Jahr ist der „Würfel“ um einen Anbau erweitert worden. Darin können auch kleine Feiern ausgerichtet werden. „Der Anbau macht das Gebäude attraktiver“, findet Erbert. Überhaupt werde ihr Angebot gut angenommen in Geringswalde.

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Gemeinsam mit ihren drei Angestellten ist Elke Erbert täglich für ihre Kunden da. Und mit täglich ist auch wirklich jeden Tag gemeint. „Der einzige Tag im Jahr, an dem wir nicht kochen, ist der Neujahrstag“, sagt die Chefin.

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