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Sebnitz

Sebnitzer Fotograf mit Auge fürs Detail

Siegfried Thomas schaute genau auf die Menschen. Dabei kam Überraschendes heraus.

Achtung, Bus. Unbekannt ist, wann und wo genau die meisten Aufnahmen entstanden. Doch sie haben Wiedererkennungspotenzial.
Achtung, Bus. Unbekannt ist, wann und wo genau die meisten Aufnahmen entstanden. Doch sie haben Wiedererkennungspotenzial. © Repro/ Dirk Zschiedrich

Fotos und Dias zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Wiedererkennen. Der Sebnitzer Fotograf Siegfried Thomas war zu seiner Zeit ein echtes Ausnahmetalent. Die Städtischen Sammlungen in Sebnitz haben ihm jetzt eine umfangreiche Ausstellung gewidmet.

Siegfried Thomas wurde 1916 in Sebnitz geboren, besuchte die Volks- und Handelsschule, machte eine Ausbildung zum Drogisten. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft besuchte er einen Lehrgang für Fotografen und war von 1955 bis 1963 Freiberuflicher Fotograf, bevor er ab 1963 Pressefotograf der Sächsischen Zeitung wurde. Er starb 1988 und hinterließ einen riesigen Fundus an Fotos, Negativen, Dias. Er hat auf seine Art dazu beigetragen, das Leben in der Region, aber auch das Tun der Menschen für die Nachwelt zu dokumentieren.

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Die Sebnitzer Museumsleiterin Andrea Bigge hat nun aus seinem umfangreichen Nachlass viele Fotos gesichtet und sie zu Themen zusammengefasst. Und dem Betrachter wird schnell klar, Siegfried Thomas war daran gelegen, vor allem das Alltagsleben festzuhalten mit all seinen lustigen oder auch traurigen Momenten.

Er schuf mit seinen Fotos ein Abbild der damaligen Zeit. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf Sebnitz. Er war in vielen Orten unterwegs. Seine Aufnahmen zeigen mitunter auch skurrile Szenen und manchmal liegt die Vermutung nahe, es seien Schnappschüsse. Doch Siegfried Thomas war Perfektionist. Er feilte solange an seinen Motiven, bis er das richtige im Kasten hatte. Die Bilder zeigen auch, welches Erbe man hier bei Kriegsende vorfand, und welche Veränderungen es gegeben hat – neue Wohngebiete, neue Kinderkrippen und Kindergärten, neue Schulen. Hervorzuheben sind seine Porträtaufnahmen. Und sicherlich wird sich der eine oder andere auch wiedererkennen. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. September zu sehen.

Öffnungszeiten Städtische Sammlungen: täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr