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Sechs neue Arbeitsplätze

Großdubrau. Die Firma Alsical feierte jetzt das zehnjähriges Bestehen. Gleichzeitig wurden die Anlagen erweitert und das Personal aufgestockt.

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Von Carmen Schumann

Auf dem Gelände der ehemaligen Margarethenhütte gab es am Donnerstag Grund zum Feiern: Die Firma Alsical Hüttenwerkstechnik feierte den zehnten Jahrestag ihrer Ansiedlung in Großdubrau. Vor dreizehn Jahren in Mühlheim an der Ruhr gegründet, fand die Firma in der Oberlausitz geeignete Bedingungen vor, um hier eine Produktionsstätte zu bauen. „Der Firmengründer und ‚Vater des Gießpulvers‘, Doktor H-J. Eitel, hatte an der Bergakademie Freiberg studiert und von daher gute Kontakte in die Region“, erklärte Geschäftsführer Dr. Reinhard Haase in seiner Festrede. „Außerdem bot die Margarethenhütte die nötigen technischen und personellen Voraussetzungen für die Gießpulverproduktion.“

Neue Halle errichtet

Den letzten Ausschlag, sich ausgerechnet in Großdubrau anzusiedeln, gab schließlich die territoriale Nähe zu Polen, Tschechien und Russland. „Die erste Lieferung ging dann auch nach Hradek in Tschechien“, denkt Reinhard Haase zurück. Doch bevor an die Produktion gedacht werden konnte, mussten damals erst einmal die alten Tunnel- und Ringöfen gesprengt werden. Die alte Masseaufbereitungshalle der Margarethenhütte wurde total entkernt.

In den zurückliegenden Jahren habe sich die Produktion und vor allem der Export so gut entwickelt, dass jetzt Investitionen notwendig wurden. „Wir beliefern die meisten Stahlwerke in Deutschland“, berichtet Reinhard Haase stolz. „Doch unsere Abnehmer sitzen in ganz Europa, Asien, Amerika und sogar Australien.“ Der Umsatz wachse jährlich um zehn bis 15 Prozent.

Deshalb hat die Firma im Sommer damit begonnen, eine neue Halle auf dem Gelände zu errichten. Diese wurde nun mit einem kleinen Umtrunk mit der Belegschaft, Vertretern der Gemeinde, der Kunden und der Baubetriebe eingeweiht. „Die Halle mit einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern dient zum Lagern unserer Gießpulver und -granulate“, erläutert Reinhard Haase. „Diese Endprodukte wurden bislang in der Produktionshalle eingelagert.“

Dort musste aber Platz geschaffen werden für einen zweiten Sprühturm. Die Errichtung desselben wiederum war nötig, weil viele verschiedene Mischungen mit unterschiedlichen Rezepturen hergestellt werden. Da für die Reinigung der Anlage jeweils zwei bis drei Stunden nötig sind, ging einfach zu viel Produktionszeit verloren. Die neue Sprühturm-Anlage, die von einer Dresdner Firma aufgebaut wurde, die auf Mühlentechnik spezialisiert ist, hat einen Wert von rund 1,8 Millionen Euro.

Erweitert wurden nicht nur die Produktionsanlagen, sondern auch der Sanitärtrakt und die Laboreinrichtungen. Das neue Hochtemperaturmikroskop erlaubt es jetzt, das Schmelzverhalten von Schlacken bei 1200 Grad nicht nur zu beobachten, sondern auch aufzuzeichnen. Mit Interesse schauten sich die Besucher der Einweihungsveranstaltung die Neuheiten bei einem Betriebsrundgang an.

Die Investitionen hatten zudem auch noch einen positiven Effekt auf die Personalentwicklung: „Wir konnten unsere Belegschaft von 37 Mitarbeitern auf 43 aufstocken“, berichtet Helgrid Petelka, die Kaufmännische Leiterin. „Die vielen Bewerber für die neuen Stellen haben uns förmlich überrannt.“