merken
PLUS

Sechsjähriger stirbt nach Unfall

Mitten im Ort wurde der Junge überfahren. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch.

Fassungsloses Entsetzen und große Trauer im Sohlander Ortsteil Wehrsdorf: Ein sechsjähriger Junge, der bei einem Verkehrsunfall am Montagabend von einem Auto überfahren wurde, ist wenig später gestorben. Der Junge war mit seiner Oma unterwegs und gegen 17.40 Uhr plötzlich auf die Bundesstraße 98 gelaufen. Dabei wurde er von einem Kleintransporter der Marke Iveco erfasst, der aus Richtung Steinigtwolmsdorf kam. An dessen Steuer saß ein 47-Jähriger.

„Durch die Wucht der Kollision geriet das Kind auf die Gegenfahrbahn, wo ein 49-jähriger Skoda-Fahrer einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte“, berichtet Michael Günzel von der Polizeidirektion Görlitz. Das Auto überrollte den sechsjährigen Wehrsdorfer. Er wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Anzeige
Wir gegen Corona!
Wir gegen Corona!

Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Die Unfallstelle liegt mitten im Zentrum des langgestreckten Ortes im Oberland. Grellrote Markierungen auf dem Gehweg am nördlichen Fahrbahnrand direkt vor einem Wohnhaus zeugen bereits am Dienstag noch von dem schrecklichen Vorfall. Ein paar Blumen liegen da, Kerzen flackern im Wind.

Die Bundesstraße, die Wehrsdorf längs in zwei Hälften teilt, hat im Ortszentrum an beiden Seiten breite Gehwege. Laternen stehen in geringen Abständen. Zwischen 2003 und 2005 wurde die Strecke ausgebaut. Für Kraftfahrer sind in beiden Richtungen 50 Stundenkilometer erlaubt.

Wie der Unfall genau ablief, ermittelt nun der Verkehrsunfalldienst der Polizei. Er hat einen Gutachter hinzu gezogen. „Warum das Kind etwa in Höhe der Oppacher Straße 15 auf die Fahrbahn lief, ist weiterhin unklar“, sagte Susanne Heise von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz. (SZ/ks)