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Seeligstädter handelt seit 2004 erfolgreich mit Kutschen

Seeligstadt. Uwe Fauck führt im Hof der Familie sein Unternehmen, das in Ostdeutschland und darüber hinaus aktiv ist.

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Von Ingolf Reinsch

Gut drei Jahre nach der Gründung der Kutschenhandel Sachsen GmbH hat sich das Seeligstädter Unternehmen in Fachkreisen etabliert. 30 bis 40 Kutschen, alle mit modernem Standard und Tüv-geprüft, sind in der Verkaufsausstellung ständig verfügbar, sagt Geschäftsführer Uwe Fauck. Das Gros der Kunden ist in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen zu Hause. Doch auch nach Österereich und auf die Nordseelinsel Borkum lieferte das Unternehmen bereits. Zurzeit laufen Gespräche mit einem Interessenten aus Schweden.

Neue Kunden werden vor allem über das Internet auf den Seeligstädter Kutschenhandel aufmerksam. Zur Hausmesse, die jedes Jahr im Frühjahr stattfindet, kommen 600 bis 800 am Reit- und Fahrsport Interessierte auf den Fauckschen Hof, den der 39-Jährige in vierter Generation führt. Darüber hinaus fährt Uwe Fauck auf Messen. Unter anderem ist er auf der heute in Leipzig beginnenden viertägigen Messe „Partner Pferd“ präsent.

Pickauer sind Kunden

Sportler, Reit- und Traditionsvereine, private Sammler und Reiterhöfe, die Kutsch- und Kremserfahrten anbieten, gehören zum Kundenkreis. Und „Pferdenarren“ wie die Pickauer Familie Mikus, die in Seeligstadt schon zwei Markenkutschen kaufte – einen Turnierwagen fürs Gelände und eine edle Kutsche fürs herrschaftliche Reisen, Vis-a- Vis genannt. Letztere nutze man nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, runde Geburtstage sowie Silber- und Goldene Hochzeiten, sagt Andreas Mikus. „Die Kutschfahrten organisieren wir mit dem Reitverein Hufnagel gemeinsam. Für normale Fahrten wie Kindergeburtstage und Ausflüge nutzen wir die Wagonette des Vereins.“ Mit den in Seeligstadt gekauften Kutschen seien sie bisher „sehr zufrieden“, sagt Andreas Mikus. „Es ist ein Hobby. Andere fahren große Autos“, begründet der Pickauer, warum man privat auch heute noch eine Vis-a-Vis-Kutsche kauft.

Zu den eher seltenen Exponaten, die der Seeligstädter Kutschenhandel bisher vertrieben hat, gehört ein Postschlitten, den das Unternehmen kurz vor Weihnachten an den „1.Sächsischen Postkutschenverein e.V.“ ausgeliefert hat.

Ein seriöses Auftreten sei Voraussetzung, um sich in dieser Nische geschäftlich zu behaupten, sagt Uwe Fauck. Von Vorteil sei es, dass er von Beruf Landmaschinenschlosser ist. Er berät und gewährleistet den Service in der Region. Überdies verfügt der Hersteller der Kutschen über ein europaweites Kundendienstnetz.

Der Seeligstädter Uwe Fauck gründete zusammen mit einem Geschäftspartner Ende 2004 den Kutschenhandel. Seit September 2006 führt er das Unternehmen allein, wobei er von der Familie und Nachbarn unterstützt wird. Der Fahrsport verzeichnet deutschlandweit jährliche Zuwachsraten von 15 bis 20 Prozent. Davon will auch Uwe Fauck profitieren. Der Aufbau seines Unternehmens sei noch nicht abgeschlossen sagt er. Gewinne investiert er in die Firma. Zu seinen Plänen gehört es, künftig ein Grundsortiment von 50 Kutschen anzubieten. Darüber hinaus sollen, wie schon bisher, in Eigenleistung der Familie ein Ausstellungsraum fürs Zubehör und ein Beratungsraum entstehen. Und „auf lange Sicht“ plant Uwe Fauck, auch einen Mitarbeiter einzustellen.