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Sehr gutes Zeugnis für die Hochschule

Erstmals nach drei Jahren liegen wieder Daten zum Studium im Dreiländereck vor. Sie bestätigen den Weg der Hochschule hier.

Von Sebastian Beutler

Als die Hochschule in Görlitz und Zittau alle Studiengänge auf die neuen Abschlüsse Bachelor und Masters umstellte, da sprach der damalige Prorektor für Bildung, Friedrich Albrecht, von einer „Mammutaufgabe“, die die Hochschule zu schultern habe. Mit der Reform sollten die Studenten leichter in Europa von Hochschule zu Hochschule wechseln können. Nun liegen die ersten Daten vor, wie sich diese Reform auf das Studium im Dreiländereck ausgewirkt hat. Die SPD hat die Ergebnisse von der Landesregierung erfragt. Und kommt zu dem Urteil: „Hier ist das gut gelungen“. Den nunmehrigen Rektor Albrecht wird das freuen. So jedenfalls sagt es der Hochschul-Experte der Fraktion, Holger Mann. Zwar bekommen immer weniger Studenten ein deutsches Diplom als Abschlusszeugnis. An der Hochschule Zittau/Görlitz sind es gegenwärtig rund 40 Prozent nur noch. Doch die schrumpfende Zahl von Diplom-Studiengängen wird durch zusätzliche Bachelor- und Master-Ausbildungen kompensiert. Auch die Qualität von Lehre und Forschung hat nicht gelitten. Mit Hilfe der Drittmittel aus der Wirtschaft oder von Forschungseinrichtungen und Behörden in Höhe von 6,8 Millionen Euro konnte die Hochschule allein im vergangenen Jahr 179 Personen in der Forschung beschäftigen. Da bereits weitere Projekte für mehr als neun Millionen Euro eingeworben wurden, kann die Forschung – nicht zuletzt für den Mittelstand in der Region – auf diesem Niveau auch fortgesetzt werden.

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250 Hochschullehrer und Verwaltungsmitarbeiter kommen noch hinzu. Und trotz allem Stress beim Studium schließen mehr Studenten ihre Ausbildung innerhalb der vorgeschriebenen Semester ab als zuvor. War es vor fünf Jahren erst jeder fünfte Absolvent, der sein Studium in der Regelstudienzeit in Görlitz und Zittau schaffte, so sind es drei Jahre später bereits 27 Prozent – so wie an fast allen Hochschulen dieser Art im Freistaat. Interessant dabei: Die Frauen studieren einen Tick schneller als die Männer.

So viel Lob verbindet die SPD gleichwohl mit Forderungen an die Landesregierung. Nämlich, nicht weiter beim Personal an den Hochschulen zu sparen, einen leichteren Übergang vom Bachelor zum fortsetzenden Master zu ermöglichen und das Teilzeitstudium auszubauen. Nur, ob auch mehr Studenten die Möglichkeit nutzen, ihr Studium wenigstens teilweise im Ausland zu verbringen – dieses Hauptmotiv für die Hochschulreform spiegeln die Zahlen nicht wieder. Vielleicht bei der nächsten Datenerhebung.