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Seidewitztal wird immer attraktiver

Die Natur des Tals hat viel zu bieten. Jetzt können Wanderer nachlesen, was die Gegend so besonders - und schützenswert macht.

Neue Infotafeln im Seidewitztal stellen hier Toni Hirschel (l.) und René Fleischer von der Firma Straßenbau Krönert auf.
Neue Infotafeln im Seidewitztal stellen hier Toni Hirschel (l.) und René Fleischer von der Firma Straßenbau Krönert auf. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ein Flora-Fauna-Habitat (FFH) ist gut für Tiere und Pflanzen, die dort zu Hause sind. Sie sind geschützt. Doch das heißt nicht, dass Menschen dort draußen bleiben müssen.  Sie sollen die Natur sogar erleben. Damit das im Seidewitztal noch besser gelingt, hat der Landschaftspflegeverband im Oktober 2018 sein Projekt der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zur nachhaltigen Bewahrung und Entwicklung der biologischen Vielfalt in ausgewählten Flora-Fauna-Schutzgebieten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gestartet.

Dazu gehört auch das Seidewitztal zwischen Hennersbach im Osterzgebirge und Pirna, wo der Fluss in die Gottleuba mündet. Hinter dem sperrigen Projekt-Namen verbirgt sich auch, dass das Tal als Ziel für Wanderer und Erholungssuchende attraktiver werden soll.

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Wichtig ist aber, dass das Verständnis für den Schutzstatus erhalten bleibt. Um Besucher auf die Zeile aufmerksam zu machen, werden neue Infotafeln gestaltet. Die ersten sechs wurden jetzt im FFH-Gebiet Seidewitztal und Börnersdorfer Bach aufgestellt. Damit hatte der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Firma Straßen- und Tiefbau Rocco Krönert aus Reichstädt/Dippoldiswalde beauftragt.

Es sei  wichtig, so der Verband,  Bürger und vor allem diejenigen, die die  Flächen bewirtschaften,  für Naturschutz und Landschaftspflege in den Schutzgebieten zu sensibilisieren. Das Osterzgebirge und die Sächsische Schweiz sollen als Teil des europäischen Naturerbes erlebbar gemacht werden und trotzdem nutzbar bleiben.

In der Projektlaufzeit werden für acht ausgewählte FFH-Gebiete Übersichtstafeln, Lebensraum-Tafeln, Info-Flyer, ein modernes Ausstellungssystem und Postkarten entwickelt und hergestellt. "Interessante Wanderangebote führen in die schönsten Ecken der Gebiete", erklärt Ines Thume vom Verband. 

In fünf FFH-Gebieten im Landkreis werden insgesamt 17 Übersichtstafeln aufgestellt: im Seidewitztal und am Börnersdorfer Bach, auf der Meuschaer Höhe, im Luchberg-Gebiet, an den Bergwiesen um Schellerhau und Altenberg sowie im Gimmlitztal. Fakten werden dort illustriert und mit kurzen, prägnanten Texten versehen.

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