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Seien Sie gewarnt!

über die Grenze zur Panikmache

Peter Anderson

Meine Kollegen bei SZ-online haben ihm einen Live-Ticker gewidmet. Die Tageszeitung „Die Welt“ hat seinetwegen ihre Bezahlschranke aufgehoben. Die Menschen sollten sich über die herannahende Gefahr informieren können: Sturm Xaver fegt seit Anfang der Woche mit Orkanstärke durch die deutsche Medienlandschaft.

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Heute nun wird abgerechnet und der Jahrhundertsturm schrumpft auf einen Herbststurm mit etwas mehr Bums als gewöhnlich zusammen. Xaver hat Dächer abgedeckt und Bäume gefällt. An Kyrill, bei dem die Feuerwehren im Kreis 2007 mehr als hundertmal ausrücken mussten, reicht er nicht heran.

Stellt sich die Frage: Haben die Medien übertrieben? Erfüllt die Xaver-Kampagne der vergangenen Tage den Tatbestand der Panikmache? Wurden Leser, Hörer und Fernsehzuschauer durch immer neue Grusel-Prognosen verrückt gemacht?

Das Gegenteil ist der Fall: Auch weil so nachdrücklich vor dem Sturm gewarnt wurde, fallen die Schäden vergleichsweise gering aus. Auf vielen Weihnachtsmärkten wurden Buden und Bäume zusätzlich gesichert. Gerüstbauer zogen die Schrauben an ihre Bauten nach. Viele Menschen haben lange Fahrten durch das Sturmgebiet verschoben oder ganz ausfallen lassen. Vorberichte und Vorsorge haben sich bezahlt gemacht.