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Seifiger Regen ist ungefährlich

Schaumig ging vor Kurzem Niederschlag im Osterzgebirge nieder. Anhaltspunkte für schädliche Stoffe gibt es nicht.

Von Heike Sabel

Der Regen kam Ingeborg Görne komisch vor. An jenem Sonntagmorgen fühlte er sich seltsam an, sagt sie. Seifig, schaumig. Die Gottleubaerin machte sich Gedanken und Sorgen. Es könnte eine schädliche Substanz in dem Regen sein oder zumindest etwas, was da nicht hineingehört. Es ist zumindest nichts, was dem Menschen oder der Natur schaden könnte, sagt das Landratsamt auf SZ-Nachfrage. Es lägen keine Meldungen vor, die darauf hinweisen, sagt die Referatsleiterin Gewässerschutz.

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Sie versucht, die beobachtete Erscheinung zu erklären. So kann es sein, dass sich, wenn viel Regen heftig auf die Erde prasselt, eine Art Blasen bilden, die auch als Schaum wahrgenommen werden könnten. Das aber sei nicht der Fall gewesen, sagt Ingeborg Görne. Auch dem zweiten Erklärungsversuch kann sie so nicht folgen. Er geht davon aus, dass Regen nach längeren Trockenperioden auf Waldböden sogenannte Huminstoffe ausspült, die ebenfalls Schaum bilden und zu einer Braunfärbung führen könnten.

So bleibt der für Ingeborg Görne sich schmierig anfühlende Regen ungeklärt. Sie hat deshalb angeboten, Wasser aus ihrer Regentonne zur Untersuchung zur Verfügung zu stellen. Das jedoch lehnt das Landratsamt ab. „Wir halten das nicht für sinnvoll, da das Wasser in der Regel verschmutzt ist und so keine eindeutige Ursache festgestellt bzw. Schadenszuordnung vorgenommen werden kann.“ Ingeborg Görne bedauert das. Sie hätte gern gewusst, was den Regen so sonderbar gemacht hat.