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Seit 25 Jahren pilgern Pfingstausflügler auf die Maylust

Ein Ausflug auf die Maylust ist für Wanderer fester Programmpunkt.

Von Wilrun Wagner

„Wie schön ist es im Freien, wenn unter grünen Maien ...“. Mit diesem und weiteren Liedern erfreute der Zschaitzer Männerchor auf der Maylust. Dazu saßen zahlreiche Besucher gemütlich in der ehemaligen Sandgrube zusammen, genossen Gulaschsuppe, Kaffee, hausgebackenen Kuchen und vieles mehr.

Klinik Bavaria Kreischa
PERSPEKTIVEN SCHAFFEN – TEAMGEIST (ER-)LEBEN
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Zum 25. Mal hatte das Maylust-Team dazu eingeladen. Das sind etwa 15 Wendishainer aller Generationen, die eine aus Erzählungen bekannte Tradition des vorigen Jahrhunderts wieder ins Leben gerufen haben. „Wir waren fünf Ehepaare, die ihre Freizeit oft gemeinsam verbrachten. Dabei kam uns die Idee, man könnte ja zum Pfingstfest die alte Tradition wieder aufleben lassen“, sagte Christian Leopold. Anfangs wurde am Waldweg bewirtet. Schon im nächsten Jahr konnten die Wendishainer in die ehemalige Sandgrube einladen, die sich in Privatbesitz befindet. Von den einstigen Initiatoren sind nur noch Brigitte und Christian Leopold aktiv. Aber es fehlt nicht an Helfern, denn Nachbarn, Freunde und die nächste Generation sind ebenso mit Herzblut dabei, wie die Initiatoren der ersten Stunde. Und warum „opfern“ die Wendishainer ihr Pfingstfest für die Bewirtung der Wanderer? „Die Leute kommen gern und es macht uns Freude“, sagte Brigitte Leopold. „Auch als Ruheständler denken wir noch nicht ans Aufhören.“ Inzwischen sind die Jungen schon tatkräftig dabei. Das ist „Michi“ mit Namen Dietrich, der seit zehn Jahren als Chefkoch für die Gulaschsuppe zuständig ist. Diesmal habe er 100 Portionen schon bis zum Mittag unter die Wanderer gebracht, verkündete er stolz. „Kochen ist mein Hobby, und meine Freundin Carolin hilft mit. Es ist einmal im Jahr, und es macht uns Spaß“, sagte er. Am Getränkewagen schenkte Anja Eichler fleißig Bier und andere Getränke aus. „Ich habe schon als Kind den Eltern geholfen. Heute arbeite ich in Bayreuth und komme gerne Pfingsten zu meiner Mutter nach Wendishain. Ich treffe hier immer viele Leute, die ich nur Pfingsten sehe. Es ist schön hier und mir macht die Bewirtung viel Freude“, sagte sie.

Team belohnt sich Pfingstmontag

Für Natur- und Wanderfreunde zwischen Leisnig und Döbeln ist die Maylust zu Pfingsten ein fester Programmpunkt. Rosemarie Fischer und ihr Mann aus Döbeln lauschten dem Männerchor und genossen das Mittagessen in der Natur. Ihr Mann schwärmte von der leckeren Gulaschsuppe. „Das Maylust-Team gibt sich wirklich große Mühe mit der Bewirtung“, sagten die Fischers. Das ganze Team sei mit Idealismus und Freude dabei.

Aber immer am Pfingstmontag ist Schluss auf der Maylust. Auch das ist Tradition. „Dann belohnen wir uns mit einem gemeinsamen Mittagessen in einer Gaststätte“, erklärte Christian Leopold.