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Seit Jahrzehnten Ansprechpartner für die Sportler

Landkreis. Brigitte Prochaska koordiniert beim Kreissportbund die Sportjugend.

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Von Jan Lange

Wenn man Brigitte Prochaska auf Zittaus Straßen antrifft, dann ist sie mit Sicherheit gerade auf dem Rad unterwegs. „Durch die Stadt fahre ich nur mit dem Fahrrad“, erzählt die 57-Jährige, die sich beim Kreissportbund um die Sportjugend kümmert.

Freizeitangebote fördern

Für sie ist das Radfahren eine der wenigen Möglichkeiten, selber Sport zu treiben. Denn die berufliche Tätigkeit lasse ihr kaum Zeit dafür. So ist es auch beim Zittauer Gebirgslauf. 24 Jahre macht Brigitte Prochaska hier bereits mit – allerdings nicht als Läuferin, sondern als Helfer am Rand. Sie arbeitet im Meldebüro und sorgt sich um die Finanzen. Mit Letzterem kennt sie sich gut aus, denn auch im Kreissportbund war sie jahrelang für die Finanzen zuständig. Organisiert hatte sie aber auch zahlreiche Großsportveranstaltungen wie eben den Gebirgslauf.

Heute widmet Brigitte Prochaska ihre gesamte Arbeitszeit dem sportlichen Nachwuchs. Und der ist ihr besonders wichtig. Immerhin sind rund 40 Prozent der im Kreissportbund organisierten Sportler Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre. Ziel ihrer Arbeit für die Sportjugend ist es dabei, außerhalb von Training und Wettkampf stattfindende Freizeitangebote für die jungen Aktiven zu fördern und ehrenamtliche Jugendgruppenleiter auszubilden.

Anfang 2007 waren knapp 100 Jugendleiter in den Vereinen im Landkreis tätig. Noch existiert aber nicht in jedem Verein eine eigenständige Sportjugend. Genau hier setzt auch die Arbeit von Brigitte Prochaska an. Sie wirbt bei den entsprechenden Vereinen darum, dass diese eine eigene Jugendgruppe aufbauen. „In der Regel sind es zwei bis drei Vereine im Jahr, die dann eine Sportjugend gründen“, berichtet die 57-Jährige, die in ihrer Schul- und Studienzeit Leichtathletik und Turnen betrieben hat.

Hauptaufgabe ist aber die Beratung und Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendleiter. So beispielsweise auch bei der Beantragung der sogenannten Ferienfreizeiten. Bis Ende März dieses Jahres können die Vereine dafür Förderanträge stellen. Im vergangenen Jahr gingen insgesamt 73 derartige Anträge über Brigitte Prochaskas Tisch. Sie selbst bearbeitet diese aber nur. Über die Verteilung der Fördermittel des Landkreises entscheidet danach der siebenköpfige Vorstand der Sportjugend.

Im künftigen Großkreis Görlitz wird sich an der Arbeitsaufteilung beim Kreissportbund sicher einiges ändern. Seinen Sitz hat der Bund dann in der Neißestadt. Brigitte Prochaska hofft aber, dass sie weiterhin gebraucht wird.

Der Sportverwaltung treu

Schließlich ist sie seit nunmehr 36 Jahren in der Sportverwaltung tätig. 1972 hatte sie beim Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) angefangen, war hier damals für den Freizeit- und Erholungssport zuständig. „Jeder musste acht bis zehn Vereine betreuen. Bei mir waren es unter anderem der TSV Niederoderwitz und Ziphona Zittau“, erzählt die gebürtige Thüringerin.

In der Wendezeit war Brigitte Prochaska ganze zwei Monate arbeitslos. Danach kehrte sie über eine ABM zum Kreissportbund zurück, dem sie bis heute „treu“ ist.

Kontakt: Sportjugend Oberlausitz, Villingenring 20, 02763 Zittau; 03583/7681009