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Selbst basteln statt neu bestellen

Aus Geldnot sollen in Quitzdorf am See alte Verkehrszeichen in Straßenschilder verwandelt werden.

Von Alexander Kempf

Quitzdorf am See. Günter Holtschke hat offensichtlich das Upcycling für sich entdeckt. Bei diesem globalen Trend werden Abfallprodukte und scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Konkret will der Bürgermeister aus ausgemusterten Verkehrszeichen neue Straßenschilder basteln. Dafür soll das Altmetall zunächst zersägt und schließlich neu beklebt werden. Auf die Idee ist Günter Holtschke gekommen, nachdem er Preise für neue Straßenschilder eingeholt hat. Ein nur einseitig beklebtes Exemplar schlage demnach mit 108 Euro zu Buche.

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Das geht auch billiger, hat sich der Bürgermeister gesagt und auf die 30 Verkehrszeichen besonnen, die die Gemeinde zuletzt erneuert hat. Fünf mal so viele sind derweil gründlich mit Seife gereinigt worden. Dafür sei er eigens drei mal in eine Drogerie gefahren, scherzt Günter Holtschke. Weniger humorvoll findet er den Personalstand des Bauhofs. Krankheitsbedingt stünden derzeit nur anderthalb Kräfte zu Verfügung. „Wir sind mager dran“, sagt der Bürgermeister und greift wohl bald selbst zur Säge, um zu basteln.

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