merken
PLUS

Görlitz

Seltsames Schweigen im Amt

Matthias Klaus über Auskünfte aus dem Landratsamt

Symbolbild
Symbolbild © dpa / Montage: SZ-Bildstelle

Sicherlich, es ist kein schönes Thema: Waffen, Reichsbürger, Rechtsextreme und das alles in einem Zusammenhang. Klar, dass da im Landratsamt überlegt werden muss, wer was und wie viel dazu sagt. Aber dass am Ende (fast) nichts aus der Kreisbehörde kommt – das ist ein Unding. Dabei hatte das Ordnungsamt Zeit. Über einen Monat, um genau zu sein. Am 19. März hatte die SZ zum ersten Mal um einen Gesprächstermin gebeten, das Landratsamt bat bis Mitte April um Zeit für die Recherche. Zweite Nachfrage am 18. April und prompt die Absage jeglichen Gespräches, stattdessen ein paar Tage später zwei dürre Sätze und zwei Zahlen per Mail.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Landratsamt lässt Rechten Waffenscheine

Im Kreis Bautzen sind fast alle Rechtsextremen ihre Erlaubnis los. Im Kreis Görlitz dagegen kein einziger.

Die kamen vermutlich nur, weil die SZ sich inzwischen an das Innenministerium gewandt hatte. Wenn eine Behörde das Gespräch verweigert, kommt schnell der Verdacht auf, dass etwas verschwiegen werden soll. Das soll dem Ordnungsamt des Landkreises an dieser Stelle keinesfalls unterstellt werden. Das Amt ist in einer schwierigen Situation, so ohne „richtigen“ Leiter. Dennoch, ein fader Nachgeschmack bleibt. Und bei allem Verständnis dafür, dass sich kein Mitarbeiter zu der schwierigen Problematik äußern möchte: Das Amt hat immer noch einen übergeordneten Behördenleiter, der Auskunft geben kann. Den Landrat.

SZ-Mini-WM 2020

Das Turnier der C-Jugend startet zum 7. Mal im Rudolf-Harbig-Stadion und ihr könnt dabei sein! Jetzt anmelden!

Mehr lokale Artikel:

www.sächsische.de/ort/goerlitz

www.sächsische.de/ort/loebau

www.sächsische.de/ort/zittau

www.sächsische.de/ort/niesky