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Senioren interessieren sich für die Schulen

Bürgermeister Gerald Herbst steht den Senioren von Wendishain Rede und Antwort. Er nimmt einige kritische Hinweise entgegen.

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Von Sylvia Mende

Was wird aus der Mittelschule und warum wird sie jetzt in Oberschule umbenannt? Das wollen die Senioren von Wendishain und Umgebung von Bürgermeister Gerald Herbst wissen. Den haben sie zu ihrem monatlichen Treffen eingeladen. Die Erklärung zur Umbenennung in Oberschule war kurz und knapp. „Es ist lediglich ein Namenswechsel und kann viel Geld kosten, wenn die Schule ein großes Namensschild trägt, das nun geändert werden muss“, so Herbst. Inhaltliche Veränderungen oder eine längere Vorbereitungszeit für die weiterführenden Schulen seien damit nicht verbunden.

Zur Zukunft der Harthaer Oberschule kann Herbst keine Prognosen aufstellen. Auf jeden Fall würde die neue fünfte Klasse eingeschult und auch Anträge für das kommende Schuljahr entgegen genommen. Auch dann braucht die Harthaer Oberschule nur eine Klasse mit mindestens 20 Schülern zu bilden. Wie es dann weiter gehen wird, vermag niemand zu sagen. Sollte es mindestens 40 Anmeldungen geben, kann der Schulbetrieb auf jeden Fall fortgesetzt werden. Das zu erreichen werde schwer, da es im Jahrgang 2015/16 insgesamt in Hartha nur 40 Kindern gibt, so Herbst.

Außerdem meldeten die Senioren Bedenken wegen der zwei Grundschulbezirke (Hartha und Gersdorf) an. Zum einen kritisierten sie die langen Fahrzeiten, die Wendishainer Kinder auf sich nehmen müssen, und zum anderen befürchteten sie, dass Geld verschwendet wird, weil die Stadt zwei Grundschulen unterhalten muss. Der Bürgermeister erklärte, dass dem nicht so ist. Mit dem Antrag einiger Stadträte, die Schulbezirke aufzuheben, sollte die freie Schulwahl für Grundschüler herbeigeführt werden. Dieser Antrag sei jedoch zurückgezogen worden.

Schlechte Straßen kritisiert

Wer durch Wendishain fährt, könnte meinen, dass die Straßen in einem guten Zustand sind. Dann musste er allerdings zum Beispiel noch nicht auf den hinteren Asterberg fahren. Eine Rentnerin kritisierte, dass der hintere Asterberg in einem sehr schlechten Zustand ist und sie Probleme mit dem Rollator habe. Dabei hätte der Straßenabschnitt über die Ländliche Neuordnung mit viel Fördergeld saniert werden können. „Dieser Straßenabschnitt steht beim Bauhof ganz oben auf der Liste der zu sanierenden Straßen“, so Herbst.

Kritisiert wurde ebenfalls, dass an der Dorfstraße in Richtung Holbau Weber kein Sackgassenschild steht. Oft würden Laster die Straße befahren und die Fahrer wüssten dann nicht, wie sie wenden sollen. Das gehe nur über ein Privatgrundstück und das könne so nicht sein. Der Bürgermeister meinte dazu, dass es möglich ist, dass die Straße, die früher einmal eine Durchgangsstraße gewesen ist, in den Navigationsgeräten noch als eine solche ausgewiesen wird. „Der Straßenabschnitt hat keine Entwässerungsrinne und eine Oberflächenbehandlung wäre auch notwendig“, meinte eine der Seniorinnen. Andere beklagten sich, dass zwar der Straßengraben des Asterberges aber nicht die Straßenränder gemäht worden seien. Weil die Anlieger einen Sinn für Ordnung haben, übernahmen sie das selbst. Das betrifft aber ebenso den Hang am Containerplatz, der auch dringend einen Rasenschnitt und eine Entsorgung der wildwachsenden Pflanzen notwendig hätte.

Auskunft an die Wasserversorger

Nicht einverstanden zeigten sich einige Anwohner mit einem Schreiben der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft. „Warum müssen wir uns verantworten, wenn wir wenig Wasser entnehmen“, fragte ein Rentner. Das gehe doch niemanden etwas an und müsste dem Verband egal sein. Ältere Leute würden nun einmal im Durchschnitt weniger Wasser verbrauchen wie junge Leute. Herbst erklärte, dass dadurch nur überprüft werden soll, ob es noch eine andere Wasserentnahmestelle wie zum Beispiel Brunnen auf dem Grundstück gibt. Außerdem ließen sich die Senioren erklären, warum im Dorf die Gebühren für das Abwasser so unterschiedlich sind.