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Wird an der Sense überhaupt noch gebaut?

An der Straße zwischen Hohnstein und Bad Schandau ist eine der größten Baustellen im Landkreis eingerichtet. Ein schwieriges Terrain.

Ende August soll an der Sense Bauschluss sein. Einen konkreten Termin für die Verkehrsfreigabe gibt es aber noch nicht.
Ende August soll an der Sense Bauschluss sein. Einen konkreten Termin für die Verkehrsfreigabe gibt es aber noch nicht. © Steffen Unger

Ja, es gibt sie noch, die Baustelle an der Sense zwischen Hohnstein und Rathmannsdorf. Und ja, dort wird auch tatsächlich noch gearbeitet und das seit dem 4. März 2019. Es ist eine der größten Straßenbaustellen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge überhaupt. Und wohl auch eine der schwierigsten. Das könnte zum Bauverzug führen. Ursprünglich sollten die Bauleute hier genau am 24. Juli 2020 fertig sein. Danach wollte die Deutsche Bahn mit Brückenbauarbeiten an den Bahnstrecke Sebnitz - Bad Schandau beginnen. Die Sense wird dann wieder als Trasse für den Schienenersatzverkehr gebraucht. Der Brückenbau wird erst einmal verschoben. Denn als Bauende an der Sense wird im besten Fall Ende August 2020 angegeben.

Derzeit arbeiten die Bauleute an der letzten großen Stützmauer. Dort mussten insgesamt 50 Bohrpfähle in das Erdreich getrieben werden, um die Straße künftig abstützen zu können. Als Nächstes muss die neue Stützwand mit Spritzbeton ausgefüllt werden. Zum Schluss kommt eine Sandsteinverblendung dran. Außerdem muss die Straße wieder hergerichtet werden. Danach dürften dieser letzte Bauabschnitt abgeschlossen und die schnelle Verbindung zwischen Hohnstein und Bad Schandau wieder frei sein. Die Kosten allein für den letzten Abschnitt belaufen sich auf etwa 950.000 Euro. Insgesamt sind es reichlich zwei Millionen Euro, die hier in die Beseitigung der Unwetterschäden fließen werden. Der größte Teil kommt vom Freistaat. Der Landkreis ist mit 205.800 Euro daran beteiligt.

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Die Bauarbeiten gestalten sich als äußerst schwierig. Zum einen bereitete  der Bauuntergrund Kopfzerbrechen. Der Boden in diesem Bereich wurde früher immer wieder aufgeschüttet. Dann sind Bäume darauf gewachsen und mit jedem Unwetter wird der Untergrund bröckliger. Zum anderen wird in einem Gebiet gebaut, in dem eigentlich gar nicht gebaut werden darf, und zwar in der Umweltschutzzone A des Nationalparks Sächsische Schweiz. Hinzukommt, dass die Straße von Felsen und vom Bach begrenzt wird.

Da der Eingriff in die Natur so gering wie möglich gehalten werden musste, steht den Bautrupps nur eine Fahrbahnbreite zur Verfügung, es gibt somit auch keinerlei Lagerflächen. Die Anlieferung des Baumaterials erfolgt fahrzeugweise. Und auch das gestaltet sich schwierig. Da es keine Wendemöglichkeit gibt, müssen die Laster rückwärts an die Baustelle fahren. Deshalb benötigen sie auch die noch zur Verfügung stehende Straßenbreite.  In einer Art Fließbandarbeit wird die Straße saniert. Das heißt, zwei Bautrupps werden sich nach dem Fließbandprinzip vorarbeiten, sozusagen Schicht für Schicht. 

Notwendig waren die Arbeiten, weil die Straße durch die Unwetter im Juni 2016 schwer beschädigt wurde und an einigen Stellen auch als einsturzgefährdet galt. Mit der Fertigstellung hofft die Stadt Hohnstein, dass eine dauerhafte Busverbindung auf dieser Straße eingerichtet wird. Damit hätte die Stadt eine schnelle Anbindung an das Elbtal und sicherlich auch einen Zuwachs an Touristen oder Tagesausflügler die mit den Öffentlichen unterwegs sind.

Die Umleitungsstrecke führt auch weiter über die Hocksteinschänke, den Ziegenrücken, Waltersdorf und Porschdorf nach Bad Schandau und zur B 172.

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