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Seriensieger verrät Erfolgsrezept

Wie gewinnt man beim DA-Fußball-Tipp dreimal die Gesamtwertung? Felix Matheus und „Im Herzen vereint“ lassen sich in die Karten schauen.

Felix Matheus (mitte) und das Team „Im Herzen vereint“, zu dem sein Vater Gerd (links), seine Mutter Birgit (rechts) und seine Schwester Franziska gehören, haben beim DA-Fußball-Tipp 2019/20 zum dritten Mal die Gesamtwertungen abgeräumt.
Felix Matheus (mitte) und das Team „Im Herzen vereint“, zu dem sein Vater Gerd (links), seine Mutter Birgit (rechts) und seine Schwester Franziska gehören, haben beim DA-Fußball-Tipp 2019/20 zum dritten Mal die Gesamtwertungen abgeräumt. © Dirk Westphal

Döbeln. Die Fußballsaison 2019/20 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Während die Punktspiele ab Regionalliga abwärts abgebrochen wurden, gab es in den Bundesligen zumindest Titelträger oder besser Corona-Meister. Ob das ein Makel ist oder nicht, das sei dahingestellt. 

Zumindest bei der Anzahl der Meisterschaften des FC Bayern dürfte der nicht ins Gewicht fallen, sondern eher die Saison aus der Serie hervorstechen lassen. Herausgestochen haben in dieser Saison auch wieder einmal Felix Matheus und das Team „Im Herzen vereint“ beim DA-Fußball-Tipp mit freundlicher Unterstützung von der Krostitzer Brauerei. Wie bereits 2016/17 und 2017/18 landeten die Präbschützer nach einem Jahr Unterbrechung wieder einen Doppelsieg.

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Aufholjagd ist von Erfolg gekrönt

Vor allem Felix Matheus, der etwas schwer in die Saison gestartet war, katapultierte sich vor der Corona-Krise an die Spitze der Einzelwertung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Mit 221 Punkten bezwang er dabei sogar seine eigene Familie, denn hinter dem Sieger im Teamwettbewerb verbergen sich Mutter Birgit, Vater Gerd und Schwester Franziska. 

Während sich die Mutter nur für das Management des Familientipps verantwortlich zeigt, rangierten Franziska und Gerd auf Platz fünf und sechs ebenfalls unter den Top 10. Wie alle anderen Platzierten wurden die „Seriensieger“ mittlerweile mit Präsenten der Krostitzer Brauerei geehrt. Aufgrund der Corona-Krise natürlich nicht im Rahmen der traditionellen Tipper-Fete, was nicht nur die Erstplatzierten sehr schade fanden.

  „Es ist schon immer eine feine Sache gewesen, sich mit den anderen zu unterhalten“, sagt Birgit Matheus.

Familie tippt seit über 15 Jahren

 Seit wann ihre Familie mittippt, kann sie aber ebenso wenig nachvollziehen wie Sohn Felix. „Ich glaube, auf Arbeit bin ich von meinen Kollegen im Rohrwerk angesteckt worden“, sagt Gerd Matheus. „Die Kerle haben sich immer unterhalten: Ich hab neun. Ne, ich hab nur sieben. Da hab ich mich gefragt, was die da machen.“ 

Und so ist er mittlerweile etwa 15 Jahre dabei. Felix dagegen hat nach dem WM-Tipp 2010 angefangen, etwas später auch seine Schwester. Während Gerd Matheus allerdings noch nie den Gesamtsieg im Einzel abräumen konnte, gelang das Felix eben schon zum dritten Mal. 

Damit ist der Arzt in Weiterbildung weitaus erfolgreicher, als er bis vergangenes Jahr selbst aktiv Fußball gespielt hat. „Das ist auch nicht schwer“, gibt er lachend zu. Sein Vater sieht die Gründe darin, dass Felix Abitur hätte und deshalb die Wahrscheinlichkeitsrechnung besser beherrschen würde als er. 

Die Erfolge sorgen durchaus auch für Bewunderung bei der Konkurrenz. Vor allem von der aus Leisnig, die zu gern das Erfolgsrezept des 27-Jährigen erfahren würde. „Glück wahrscheinlich“, stapelt er zunächst tief und erklärt: „Felix heißt ja der Glückliche.“

Bauchgefühl oder doch Wahrscheinlichkeit?

 Auch mit dem Bauchgefühl versucht sich der „Fußballfachmann 2019/20“ herauszureden. Fünf Minuten Zeit würde er sich zum Tippen nehmen. „Das ist vielleicht das Geheimnis“, sagt Vater Gerd, der dafür viel länger bräuchte. Dass das nur die halbe Wahrheit ist, gibt Felix Matheus dann aber doch zu. 

„Ich hab die App von Fußball.de. Da schaue ich die Tabellen durch und wenn der Dritte gegen den Siebten spielt, dann tippe ich halt auf den Dritten“, verrät er sein Erfolgsrezept. „Ich schaue, wer spielt zuhause und wie ist der Punkteabstand. Dann denke ich nicht lange drüber nach.“

Weitaus aufwendiger ist es dagegen, Tochter Franziska in den Team-Tipp einzubinden, die in Halle lebt. Die bekäme den Tipp in die Whatsapp-Gruppe gestellt, und Mutter Birgit bekommt dann die Ergebnisse geliefert. „Das letzte Wort im Team habe ich, und bei mir ist es dann eher aus dem Bauch raus“, sagt die Präbschützerin, und dass sie gegen Bayern und für Dynamo Dresden tippt.

 Daraus ergibt sich natürlich automatisch die Frage, warum ihr Team dennoch so erfolgreich ist.Für die nächste Saison wünscht sich die Tipperfamilie Matheus vor allem, dass der Saisonabschluss wieder gemeinsam gefeiert werden kann. 

Die Konkurrenz soll sich mehr anstrengen

Einfach auch, um schmunzelnd anzuschauen, wie die anderen Mitspieler über verschiedene Tippstrategien philosophieren. „Die sollen sich mehr anstrengen“, sagt Gerd Matheus lachend und fügt schmunzelnd an: „Denn man kann auch einfacher gewinnen, ohne dass man alles weiß.“

Top10-Rangliste Einzel: 1. Matheus, Felix (Mochau) 221; 2. Gebhardt, Udo (Ziegra) 217; 3. Hagen, Beate (Leisnig) 216; 4. Gebhardt, Annelies (Ziegra) 214; 5. Matheus, Franziska (Mochau) 213; 6. Gebhardt, Birgit (Ziegra) und Matheus, Gerd (Mochau) je 212; 8. Hummitzsch, Klaus (Leisnig) 211; 9. Glatz, Florian (Döbeln) 210; 10. Blümel, Marcel (Zschaitz-Ottewig) 209.

Top5-Rangliste Team: 1. Im Herzen vereint (Mochau) 216; 2 .Team Rasenschach 214; 3. Fußball-Familie Kallenbach (Döbeln) 209; 4. Frauentrio (Leisnig) und Team Hagen (Leisnig) je 206.

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