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Sicher Radeln mit den Kleinsten

Fahrrad fahren zählt auch in Radeberg zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Besonders in der Urlaubszeit ist es für Eltern und Kinder eine schöne Abwechslung. Wie man in Radeberg als Radfahrer sicher und gut geschützt unterwegs ist, hat SZ beim Fachmann nachgefragt.

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Von Carmen Leuschel

Fahrrad fahren zählt auch in Radeberg zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Besonders in der Urlaubszeit ist es für Eltern und Kinder eine schöne Abwechslung. Wie man in Radeberg als Radfahrer sicher und gut geschützt unterwegs ist, hat SZ beim Fachmann nachgefragt.

„Das Radfahren auf dem Fußweg kann Kinder schützen“, erklärt Polizeisprecher Marcel Wita. Erlaubt ist dies für Kinder bis zehn Jahre. Kleine Radfahrer bis zu einem Alter von acht Jahren müssen laut Straßenverkehrsordnung (STVO) sogar auf dem Fußweg fahren, sofern dieser vorhanden ist.

Den richtigen Helm wählen

„Angesichts der viel befahrenen Straßen heutzutage sollte jeder beim Radfahren einen Helm tragen“, rät Cornelia Eisner vom Fahrradfachgeschäft Kühn in Radeberg. Auch wenn es in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer gibt, empfiehlt sie den Kopfschutz vor allem für Kinder und ältere Menschen. „Aber auch die Eltern sollten ihre Vorbildfunktion nicht vergessen und einen Helm aufsetzen“, ergänzt Marcel Wita von der Polizei.

Die Helmschale muss dabei zur Kopfform passen und sollte den Kopf umschließen. Der Helm selbst muss waagerecht auf dem Kopf sitzen, denn: „Nur wenn er richtig sitzt, kann er schützen“, so Eisner. Nach einem Sturz sollte der Helm ausgetauscht werden.

Kleinkinder stets anschnallen

Wer neben dem Schulkind noch ein kleines Geschwisterchen auf dem Drahtesel mitnehmen will, hat mit den Fahrradanhängern oder Kinder-Fahrradsitzen verschiedene Möglichkeiten. Die STVO schreibt für diese Sitze lediglich vor, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten dürfen, so Polizeisprecher Wita. Dies erreicht man am besten durch eine Radverkleidung oder Fußrasten. Nur wer mindestens 16 Jahre alt ist, darf mit einem Kind auf dem Rad fahren. Das mitgenommene Kind darf dabei nicht älter als sieben Jahre sein.

Cornelia Eisner rät für den Transport der Kleinen zu einem Fahrradanhänger: „Dort kann man die Kinder anschnallen und sie sind vor Regen und Wind geschützt. Beim Sturz verhindert der Überrollbügel schlimme Verletzungen.“ Die Kinder-Fahrradsitze, die hinten an der Sattelstange montiert werden, sind ebenfalls empfehlenswert. „Auch hier sollte man darauf achten, dass sie eine stabile Halterung und ein gut einstellbares Gurtsystem haben“, sagt Cornelia Eisner.

Von den alten Kinder-Fahrradsitzen aus Korbweide, die am Lenker eingehängt werden, oder dem Kinder-Fahrradsattel für die vordere Lenkstange rät sie ab: Diese Modelle haben keine Sicherheitsprüfsiegel und man kann die Kinder nicht anschnallen. Bei einem Sturz sind die Kleinen darin völlig ungeschützt“, warnt die Fachfrau.

2009 gab es in Radeberg und Umgebung 16 Unfälle mit Radfahrern.