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Rauenthal: Radweg für Schüler unsicher

Das beklagt ein Vater im Arbeitskreis Radverkehr der Stadt. Die Mitglieder sind zweigeteilt.

Schnell fahrende oder parkende Autos: Die Rauhentalstraße ist besonders für die Meißner Schüler gefährlich, die dort täglich entlang radeln.
Schnell fahrende oder parkende Autos: Die Rauhentalstraße ist besonders für die Meißner Schüler gefährlich, die dort täglich entlang radeln. © Robin Geyer

Meißen. Sven Auerswald ist besorgt. Und zwar um seine beiden Kinder, die täglich zur Schule mit dem Fahrrad fahren. Seine Familie lebt auf dem Kynastberg. Die Rauhentalstraße ist der kürzeste Weg zwischen dem Berg und der Questenburg- und Triebischtalschule. 

Das Problem sind die parkenden Autos auf der Straßenseite, die stadteinwärts nach unten führt. Ein Umfahren sei da besonders am Morgen bei viel Verkehr kaum möglich, wenn Schüler zu den Schulen fahren. Er will die Sicherheit der Schüler garantieren, die dort täglich lang müssen. Zudem wohnen viele junge Familien auf dem Kynastberg, die davon profitieren würden.

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Der stellvertretende Vorsitzende des Kreiselternrates in Meißen präsentierte Anfang Juli seinen Vorschlag im Arbeitskreis Radverkehr, der zweimonatlich tagt. Der Arbeitskreis kümmert sich darum, den Radverkehr in Meißen zu verbessern. Er besteht aus Vertretern des Stadtrates und der Stadtverwaltung. So wie Silvio Kockentiedt. Der Leiter des Ordnungsamtes lehnt einen Fahrradweg ab. „So dürfte kein Auto mehr dort parken.“ Gerade diese seien jedoch als Entschleunigung im Straßenverkehr wichtig. Wenn ein Fahrradweg dort errichtet würde, und die Autofahrer nicht mehr anhalten müssten, um parkende Autos zu umfahren: „Wie sicher ist das dann noch für die Kinder?“

Warum ein Fahrradweg den Verkehr beschleunigt

Problematisch ist aber auch, dass das Parkverbot Dienstleister behindere, die auf einem Angebotsstreifen für Fahrradfahrer nicht mehr parken dürfen. Das schließe zum Beispiel den Krankentransport ein, aber auch Pizza-Fahrer oder Taxis. Deshalb diskutierte man im Arbeitskreis, eine Tempo-30-Zone auf der Rauhentalstraße zu errichten. Dafür wäre Silvio Kockentiedt schon eher zu begeistern. Er möchte nicht, dass eine Rallye-Strecke nach unten entsteht. Denn ohne parkende Autos fahren sicherlich viele schneller als erlaubt.

In der Diskussion um den Vorschlag wird jedoch die 30er-Zone in der Nähe der Questenbergschule angesprochen. Denn dort fahren Autos nur dann langsamer, wenn ein Lkw oder Traktor die Straße nimmt. Denn zwei Pkws passen dort gut nebeneinander. Das würde dagegen sprechen, dass eine Tempo-30-Zone den Verkehr beruhigt. Sodass es für Schüler sicherer ist. Sven Auerswald geht es aber vor allem um den oberen Bereich der Rauhentalstraße – der sei besonders gefährlich. Denn dort parken Anwohner, die die Sicherheit gefährden. Zudem sei das Fahren auf dem Gehweg nicht sicher, da dieser unbefestigt ist.

Dirk Herr, der Leiter des Stadtbauamts, meint dazu, dass dieser Weg noch befestigt wird. Zudem sei die Rauhentalstraße nicht für den Radverkehr geeignet, da die Breite vor allem im unteren Teil nicht ausreichend sei. Zumindest für einen zusätzlichen Radweg. „Wir sollten keine neuen Unfallpunkte bauen“, so Dirk Herr. Generell kritisiert er jedoch Anwohner, die keine eigenen Parkflächen anlegen. Für ihn wäre deshalb ein Parkverbot eine Lösung, um das gefährliche Umfahren der Autos zu verhindern.

Am Ende ist Sven Auerswald zuversichtlich. Er freut sich, dass nun die Rauhentalstraße auf der Aufgaben-Liste des Arbeitskreises steht. Denn der Kreiselternrat sagt, dass die Straße im derzeitigen Zustand nicht tragbar sei. „Ich bin gespannt, was daraus wird.“ 

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