merken
PLUS

Sebnitz

Bitte den Abstand einhalten!

Noch dürfen Einkaufsmärkte wie gewohnt öffnen. Dort gibt es aber jetzt spezielle Sicherheitsregeln. Doch hält sich jeder daran?

Corona Vorsorgemaßnahmen bei Kaufland.
Corona Vorsorgemaßnahmen bei Kaufland. © Matthias Weber/photoweber.de

Mit einer Handbewegung weist die Kassiererin den älteren Kunden darauf hin, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Der rückt allerdings noch näher an sie heran. Die Kassiererin wird deutlicher. "Sehen Sie nicht die Markierung. Daran muss man sich halten", sagt sie. So gesehen im Neustädter Kaufland.  Das Unternehmen hat für alle Filialen gleiche Sicherheitsregeln, auf die die Kunden per Ansage und auf Schildern hingewiesen werden.

Derartige rote Linien finden sich ebenso vor den Info-Schaltern und Frischetheken. Wo man genau stehen soll, ist vielen Kunden dennoch nicht so richtig klar. Steht man vor oder hinter der Linie? An der Frischetheke wird eine Kundin von dem Mann vor ihr darauf hingewiesen, dass sie hinter der roten Linie stehen soll, damit zwei Meter Abstand eingehalten werden. Denn er steht direkt an der Theke. Ihre ausweichende Antwort: Zwischen ihm und der Verkäuferin seien doch zwei Meter Abstand. Wie die Kaufland-Zentrale in Neckarsulm auf Anfrage mitteilte, arbeite man daran, an allen Kassen einen Spuckschutz anzubringen. 

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Inzwischen gibt es  in allen Märkten und Discountern wegen der Corona-Krise neue Sicherheitsregeln - in dem einen sind sie umfangreicher, in anderen kaum zu sehen. Aber als Kunde sollte man sich jetzt etwas mehr Zeit nehmen und sich diese auch durchlesen und sich daran halten. Das ist noch nicht überall der Fall.

Lidl in Sebnitz weist zum Beispiel mit einem handgeschriebenen Zettel direkt an der Kasse darauf hin, dass die Kunden die gekennzeichneten Linien nicht überschreiten und damit auch den Sicherheitsabstand einhalten. Und was passiert? So geschehen am Freitagmittag. Ein Senior schnippst direkt vor mir in den Sicherheitsabstand. Seine Frau weist ihn darauf hin, dass ich vor ihm dran gewesen wäre. Das auch, aber dass die Linien nicht aus Spaß aufgeklebt wurden, haben die Beiden wohl nicht bemerkt. Auch die Kassiererin schüttelt den Kopf. Vor ihr sind die Linien zu einem Kreuz zusammengefasst. Auch hier gilt Sicherheitsabstand wahren. Einweghandschuhe werden hier noch nicht getragen. Das Rückgeld gibt es noch auf die Hand. In anderen Märkten wird es generell nur auf die Kasse gelegt.

Bei Rossmann ist das mittlerweile selbstverständlich.  Hier werden die Kunden zusätzlich aufgefordert, mit Karte zu bezahlen. Für manche ist aber genau das offenbar ein Problem. "Wer sich darüber aufregt, vergisst ganz einfach, dass es auch zu unserer Sicherheit ist", sagt eine Verkäuferin.

Ein weiteres Problem scheint, dass sich einige Leute, vorwiegend auch die aus der Risikogruppe, nun im Supermarkt  zum Schwatz treffen inzwischen mit einem Stück Butter oder einer Tüte Salzstangen im Korb, auch dicht an dicht, ohne den Abstand von mindestens 1,50 Meter einzuhalten. 

Die Wochenmärkte sind zwar noch geöffnet. Allerdings hat sich zum Beispiel am Freitag in Sebnitz nicht jeder an den Mindestabstand gehalten, sondern ist seinem Vordermann dicht aufgerückt, so wie immer.  Und so wie immer haben eben auch die Dauergrüppchen wieder ihre Köpfe zusammengesteckt. Andernorts wie beispielsweise in Görlitz sind ab sofort auch Wochenmärkte untersagt.

Die Spielplätze sind zwar überall gesperrt. Noch immer treffen sich an den bekannten Stellen aber Jugendgruppen, um dann dicht an dicht auf Bänken zu hocken oder sich gemeinsam über ein Handy oder Tablett zu beugen. Dabei wurden die Schulen doch geschlossen, um solches Gruppenkuscheln zu vermeiden.

Mehr Nachrichten aus Sebnitz lesen Sie hier.