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Sie doktert an der Waldschlößchenbrücke herum

© Sven Ellger

Die Französin Bénédicte Gaillard hat für ihre Dissertation jahrelang erforscht, warum der Bau in Dresden so kompliziert war.

Es sind Tausende Tonnen kalter Stahl und Beton, und trotzdem bringen sie Bénédicte Gaillard mehr aus der Ruhe als mancher Mensch aus Fleisch und Blut. Als die Waldschlößchenbrücke Ende August eröffnet wurde, war die Studentin nervös wie bei einem ersten Date und hat erst stundenlang die Elbwiesen durchstromert, bis sie bereit war, den ersten Schritt auf die Brücke zu setzen. „Das war für mich schon ein emotionaler Moment“, sagt die 27-Jährige. Sie hatte extra die Sommerferien in ihrer französischen Heimat unterbrochen, um dabei zu sein, wenn in Dresden ein wichtiges Kapitel zu Ende geht. Eines, das Gaillard eigentlich fern sein müsste, denn sie ist an der Côte d’Azur aufgewachsen. Dort gibt es viel Sonne und Strand, aber keine einzige Stadt, die je von einer Brücke entzweit worden ist. Noch immer ringt sie nach Worten, wenn sie ihrer Familie zu Hause erklären soll, warum es sie mal wieder zu diesem Ding in Deutschland zieht.

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