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Feuerwehrnachwuchs überrascht mit besonderen Ideen. Das hilft auch anderen.

Von Heike Wendt und Heike Sabel

Mit handwerklichem Geschick und Improvisationstalent haben es drei Jugendfeuerwehren aus dem Osterzgebirge geschafft, sich einen Namen zu machen. Deren Vertreter, Michael Kirschleder aus Biensdorf, Axel Unger aus Bad Gottleuba und Christin Richter aus Mühlbach, sind mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde nicht nur der Einsatz für den Brandschutznachwuchs, sondern konkrete Projekte, die unter anderem bei Bundes- und Landes-Jugendfeuerwehrtagen eingesetzt werden. So entstand in der Jugendfeuerwehr Liebstadt das Projekt „Bau dir einen Flaschenöffner“. Hintergrund ist der Gedanke, andere zum Anfassen statt nur Zugucken zu bewegen – was nicht nur bei Veranstaltungen gefragt ist, bei denen der Flaschenöffnerstand präsent ist, sondern auch in Situationen, wo jemand Hilfe braucht.

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Beliebt nicht nur bei jungen Leuten: Mühlbachs alkoholfreie Bar ist für alle Generationen Anlaufpunkt.Foto: privat
Beliebt nicht nur bei jungen Leuten: Mühlbachs alkoholfreie Bar ist für alle Generationen Anlaufpunkt.Foto: privat
Magnet auf Feuerwehrfesten: Der Flaschenöffner aus einer Sechskantschraube ist schnell gebaut. Erfunden wurde sie in der Jugendfeuerwehr Liebstadt, deren Chef Michael Kirschleder (vorn) ist. Foto: Marko Förster
Magnet auf Feuerwehrfesten: Der Flaschenöffner aus einer Sechskantschraube ist schnell gebaut. Erfunden wurde sie in der Jugendfeuerwehr Liebstadt, deren Chef Michael Kirschleder (vorn) ist. Foto: Marko Förster © Marko Förster

Flaschenöffner zum Selberbauen

Der Flaschenöffner ist eine simple Konstruktion aus einer langen Innensechskantschraube, einer 24er-Mutter und einem Schlüsselring, erklärt Michael Kirschleder, Gemeindejugendwart von Liebstadt und Jugendwart in Großröhrsdorf/Biensdorf. Die Standbesucher bauen diese drei Dinge unter Anleitung zusammen. Dabei wird gebohrt, geschliffen, Gewinde geschnitten und entgratet. Letztens fragte ein Besucher, was das mit der Feuerwehr zu tun hat. „Sehr viel“, konnte Michael Kirschleder ihm erklären. Jeder künftige Feuerwehrmann sollte handwerklich begabt sein, improvisieren können und am Ende ein hervorragendes Ergebnis vorweisen.

Über die Jahre sind die Flaschenöffner-Aktivisten aus den Anfangszeiten groß geworden und die Weitergabe hat sich verselbstständigt. Die Großen zeigen den Kleinen, wie es geht. Dabei wächst das Team zusammen und muss Disziplin, Ordnung, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft beweisen. Das sind genau die Grundpfeiler, die sich der Jugendfeuerwehrmann wünscht.

Eine alkoholfreie Bar

Babycolada ist der Renner. Von wegen, dass Cocktails immer mit Alkohol sein müssen. Im Gegenteil, an der Bar der Mühlbacher Jugendfeuerwehr gibt es nur Getränke ohne Prozente. Und das erfolgreich. Seit die jungen Leute die Idee mit der Bar hatten, sind si

Vogelhäuser gibt’s zum Lichtelfest

Die Einzelteile sind schon fertig. Jetzt gilt es, aus jeweils acht Teilen die Vogelhäuser zusammenzubauen. Bis zum Lichtelfest am 15. Dezember sollen 20 Häuser fertig sein. Dann nämlich wollen die jungen Feuerwehrleute sie verkaufen, sagt Vize-Jugendwart Axel Unger. Eine so einfache wie praktische und effektive Idee. Viele Leute wünschen sich ein Vogelhaus, haben aber selbst nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten. Für den Feuerwehrnachwuchs ist eine sinnvolle Aufgabe – und mit dem Verkauf kommt etwas Geld in die Kasse.