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Sieht so die neue Schule in Rothenburg aus?

Jetzt gibt es den ersten Entwurf für das Millionenprojekt. Das letzte Wort zur Gestaltung ist aber noch nicht gesprochen.

Etwa so könnte die neue Oberschule in Rothenburg aussehen. Die Skizze ist das Ergebnis der Vorplanung und kann sich in den nächsten Wochen noch verändern.
Etwa so könnte die neue Oberschule in Rothenburg aussehen. Die Skizze ist das Ergebnis der Vorplanung und kann sich in den nächsten Wochen noch verändern. © fellendorf GmbH architekten ingenieure

Nun wird endlich greifbar, was an der Uhsmannsdorfer Straße in Rothenburg in den nächsten Jahren entstehen soll. Architekt Dirk Fellendorf hat das aufs Papier gebracht, was sich die Stadt und die Oberschule wünschen und was überhaupt machbar ist auf dem Gelände direkt neben der Grundschule. Die Ideen des Chemnitzer Büros sind vielversprechend.

Fellendorf ist zufrieden mit seinem Auftraggeber. Den Einstieg in die Planung eines solchen Großprojektes mit "Phase Null" würden nur die wenigsten Kommunen machen. Doch der Aufwand und das mühsame Zusammentragen von Wünschen, Erfordernissen, Kritiken und Vorschlägen zahle sich jetzt aus. "Wir stecken gut drin in dem Projekt und wissen genau, was von uns verlangt wird", sagt der Architekt, der auf die Erfahrungen aus mehreren anderen Schulbauten zurückgreifen kann. Etwas über vier Monate hat es gedauert, nun liegt der erste Entwurf der Vorplanung auf dem Tisch. Intensive Abstimmungen mit den Verantwortlichen aus Schule und Stadt seien dem vorausgegangen, berichtet der Fachmann. Jetzt befinde man sich auf der Zielgeraden.

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Zentrumsnaher Schulcampus soll entstehen

Das Eckgrundstück an Uhsmannsdorfer und Priebuser Straße ist nach den Worten des Architekten "eine Herausforderung". "Wir haben hier ein Areal mit viel Platz, aber auch bestimmten Eckpunkten. Mit der Grundschule, dem Hort und den zahlreichen Einfamilienhäusern gibt es viel offene Bebauung ringsherum. Zugleich soll von dem Standort natürlich auch Strahlkraft für die Stadt ausgehen. Deshalb wollen wir einen zentrumsnahen Campus entwickeln", so Dirk Fellendorf über das "Leuchtturmprojekt". Man habe den Komplex in Ost-West-Richtung vorgesehen und den einzelnen Bauteilen eine unterschiedliche Geschossigkeit zugeordnet.

Dreigeschossiger Clusterbau für sechs Jahrgänge

Das Erdgeschoss enthält den großzügigen Eingangsbereich mit Atrium und Foyer. Zugleich ist hier die Mensa geplant. Lehrräume gibt es für Hauswirtschaft, darüber hinaus einen Zwischenbau mit Räumen für Verwaltung, Technik und Sanitäranlagen. Der für den Unterricht wichtigste Teil schließt sich mit einem Clusterbau an, der auf drei Etagen jeweils Platz für zwei Jahrgänge, insgesamt also sechs Klassenstufen, bietet. Jedes Cluster verfügt über zwei Klassenräume sowie je einen Gruppen-, Vorbereitungs- und Pausenraum.

Naturwissenschaft im zweiten Obergeschoss

Im ersten Obergeschoss werden die Fachbereiche Kunst und Musik untergebracht. Außerdem gibt es Mehrzweckräume für Arbeitsgemeinschaften und die verschiedenen Angebote der Ganztagsbetreuung. Das zweite Obergeschoss bleibt komplett den naturwissenschaftlichen Fächern vorbehalten.

Der Baukörper soll Lebendigkeit vermitteln

Als Material schlägt das Chemnitzer Architekturbüro eine Kombination aus Klinker, Verblendplatten und Putz vor. "Wir möchten gern einen wertigen Eindruck vermitteln. Immerhin soll das ein neuer Mittelpunkt in der Stadt werden, den die Rothenburger dann sicher auch gern ihren Gästen zeigen", begründet Dirk Fellendorf. Ihm gehe es darum, Lebendigkeit in das Areal zu bringen. "Junge Leute brauchen und vermitteln das." Der große Baukörper werde durch die Kleinteiligkeit ansehnlicher gemacht, verliere dabei aber nichts von seiner Funktionalität.

Mensa könnte auch die Grundschule versorgen

Natürlich gibt es auch Dinge, die bei der künftigen Planung noch beherzigt werden müssen. So gilt es zu entscheiden, ob die Mensa ausschließlich für die Oberschule zuständig sein soll oder auch Grundschule und weitere Gäste versorgen könnte. 185 Quadratmeter Fläche sind im Entwurf für diesen Bereich vorgesehen. Wie man ihn gestalte, müssten künftige Überlegungen zeigen, so Fellendorf. Auch bei der Wärmeversorgung sieht er noch Klärungsbedarf. Insgesamt sei noch kein Detail der Planung in Stein gemeißelt. Bis Mitte Mai soll eine Dokumentation zur Vorplanung entstehen, zu der auch eine Kostenschätzung gehört. "Danach gehen wir in die Entwurfsplanung. Die Kosten werden dort detailliert aufgeschlüsselt."

Planer drücken bis zum Herbst auf die Bremse

Allerdings müssen die Architekten hierbei ein bisschen auf die Bremse treten. Denn weil die Fachplaner für die verschiedenen Gewerke derzeit noch nicht feststehen, macht es keinen Sinn, ohne deren Angaben weiterzuarbeiten. Bis September, hofft der Geschäftsführer des Chemnitzer Architekturbüros, sollten diese Leistungen vergeben sein. Die Entwurfsplanung könne dann voraussichtlich bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Fertigstellung bis Sommer 2023 ist ambitioniert

Dies ist entscheidend für das Genehmigungsverfahren und die Beantragung der Fördergelder. Das Ziel, die Schule im Sommer 2023 übergeben zu können, hält der Fachmann für sehr ambitioniert. Immerhin sei man abhängig von den Förderregularien und Vergabeprozessen. Hinzu komme die reine Bauzeit - bei einem Gebäude dieser Größenordnung bis zu zwei Jahre. "Natürlich werden wir auch einen Rahmenterminplan erarbeiten." Doch Wunder könne man nicht vollbringen. Diese Information dürfte vor allem für die Polizeihochschule von Interesse sein. Denn ehe die Oberschule nicht vom alten an den neuen Standort gezogen ist, ist das Gelände an der Friedensstraße für die Erweiterungspläne der Kommissarsausbildung nicht nutzbar.

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