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Hoyerswerda

Sirene erhält einen Elektronik-Dämpfer

Nachdem sich Anwohner über den Lärm beschwert haben, griff der Hersteller in die Trickkiste.

Lärm-Quelle Sirene.
Lärm-Quelle Sirene. © Archivfoto: Ralf Grunert

Bernsdorf. Vor knapp einem Monat wurde erstmals im Kreise der Bernsdorfer Stadträte und der Rathaus-Führungsriege Anwohnerfrust kundgetan. Der galt der im vergangenen Jahr neu auf dem Dach der Ortsfeuerwehr an der Parkstraße installierten Sirene. 

Zu laut und zu abrupt beim Starten, lautete die Kritik (TAGEBLATT berichtete). Woraufhin die Stadtverwaltung Kontakt zum Sirenen-Hersteller Hörmann Warnsysteme aufnahm. Dessen Tüftler machten sich umgehend an die Arbeit. Gestern nun gab es ein Treffen vor Ort. Ben Schütze, der Hörmann-Niederlassungsleiter für Sachsen, war extra aus dem Erzgebirge angereist. Mit im Gepäck hatte er ein etwa handgroßes Elektronikbauteil, das den entnervten Anwohnern Erleichterung verschaffen soll, sprich ein sanfteres Hochfahren des Sirenentons und eine etwas angenehmere Höchstlautstärke.

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Keine Viertelstunde dauerte es, bis das Teil eingebaut und die Sirene für das Probehören präpariert war. Neben den Ortswehrleitern von Bernsdorf und Großgrabe sowie drei Rathaus-Mitarbeiterinnen war auch Bodo Rudys als Vertreter der Anwohner und selbst betroffener Anwohner zugegen. Sein Haus ist keine 30 Meter entfernt.

Punkt 13.35 Uhr heulte die Sirene mit dem Signalton für einen Probealarm auf, zwei Minuten später noch einmal. Dienstbefliessen kam ein Feuerwehrmann angerauscht, ebenso ein Bauhofmitarbeiter.

Der elektronisch beeinflusste Ton hört sich von der Lautstärke her angenehmer an. Das Anschwellen des Tons ist nicht mehr ganz so abrupt. Laut ist die präparierte Sirene, die nun etwa vier Wochen getestet werden soll, aber nach wie vor.

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