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Döbeln

Skandal am Höllochweg bleibt ungeklärt

Vor vier Wochen sind mehrere Bäume gefällt worden. Hinweise auf die Täter gibt es nicht. Die Stadt ist allerdings außen vor.

Diese Kastanie am Höllochweg wurde vor einem knappen Monat umgesägt. Inzwischen sind die Blätter abgestorben.
Diese Kastanie am Höllochweg wurde vor einem knappen Monat umgesägt. Inzwischen sind die Blätter abgestorben. © Frank Korn

Hartha. Die Betroffenheit war groß, als bekannt wurde, dass auf dem Weg, der vom Höllochweg in Richtung Pfarrgasse verläuft, mehrere Bäume gefällt wurden (wir berichteten). Einen Monat nach dem Ereignis hat sich nichts verändert. Die Bäume liegen noch so da, wie sie umgelegt wurden.

Wer hinter der Tat steckt, bleibt weiter unklar. Eine Anzeige seitens der Stadt hat es nicht gegeben, informiert Bauamtsleiter Ronald Fischer. „Wir können in diesem Fall nichts ausrichten, weil es sich um Privatgelände handelt“, sagte Fischer. Demzufolge sei es Sache des Eigentümers, die gefällten Bäume wegzuräumen.

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Klaus Friedrich hat die Bäume am Hölloch selbst mit gepflanzt. Die Arbeit vieler Freiwilliger darf nicht zerstört werden, sagt er.

Auch mit dem ehemaligen Naturlehrpfad, der vom Höllochweg abging, gab es immer wieder Probleme. Gemeinsam mit dem Naturschützer und Baumexperten Klaus Friedrich hatte der Heimatverein den Pfad im Jahr 2003 angelegt. Auf einer Länge von 1,8 Kilometern erfuhren die Nutzer auf mehr als 100 kleinen Tafeln etwas über die Pflanzen, Bäume, Gesteine und Biotope entlang des Weges. Doch immer wieder gab es Zerstörungen. Letztendlich entschieden sich die Mitglieder des Heimatvereins dafür, den Naturlehrpfad wieder abzubauen. Auch die Variante, den Pfad als Rundwanderweg zu erhalten, konnte nicht umgesetzt werden.

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