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Skater wollen wieder auf die Piste

Den traditionellen Halbmarathon am 1. Mai mussten die Großenhainer Rollsportler absagen. Vereinschefin Ute Enger tut es vor allem für die jungen Sportler leid.

Eigentlich stehen am 1. Mai 100 und mehr Inline-Speedskater am Start des Großenhainer Halbmarathons. In diesem Jahr macht Corona einen Strich durch die Rechnung.
Eigentlich stehen am 1. Mai 100 und mehr Inline-Speedskater am Start des Großenhainer Halbmarathons. In diesem Jahr macht Corona einen Strich durch die Rechnung. © Anne Hübschmann

Großenhain. Normalerweise entsteht auf dem Parkplatz des Großenhainer Groschenmarktes ab den frühen Morgenstunden des 1. Mai traditionell so etwas wie eine "Kleinstadt". Mitglieder und Freunde des Rollsportvereins bauen den Imbiss auf, Kampfrichter den Start- und Zielbereich, die Sportler errichten ihr Fahrerlager. Der Halbmarathon, die Schüler- und Bergläufe der Speedskater - "das war immer so ein bisschen der Auftakt der Saison", sagt Ute Enger. Die Vorsitzende des Großenhainer Rollsportvereins klingt traurig. Denn wie alle Sportveranstaltungen fällt das Event nach dem Ausbruch der Corona-Krise aus. "Das tut weh, aber es trifft ja alle", sagt Ute Enger. "Es tut mir vor allem leid für die Kinder unseres Sports", fügt sie hinzu. 

Denn seit Mitte März hat der Verein seinen Betrieb "total runtergefahren". Für die Sportler bedeutet das: Wettkampf- und Trainingspause auf unbestimmte Zeit. An gemeinsame Runden auf Rollen ist seitdem nicht zu denken. Um sich einigermaßen fit zu halten, gehen die Aktiven hin und wieder individuell joggen, einige trainieren auf dem Rad. Doch ein "Ersatz" fürs gemeinsame Training, bei dem Technik und Athletik gebüffelt werden, ist das natürlich nicht. 

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"Unsere Sportler sind richtig heiß, wollen endlich wieder auf die Bahn", weiß Ute Enger. Doch wann das wieder möglich ist? Die Aussicht, vielleicht schon kommende Woche in kleinen Gruppen und unter Einhaltung der Hygieneauflagen trainieren zu können, macht ein wenig Mut in diesen Zeiten. Aber: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Saison normal ablaufen kann", sagt die GRV-Vorsitzende und spricht schon jetzt von einem "verlorenen Jahr" insbesondere für die Jüngsten im Verein.

Fast alle geplanten Wettbewerbe und Meisterschaften der nächsten Wochen sind von den jeweiligen Veranstaltern bereits abgesagt worden. Ob die Großenhainer Rollsporttage am letzten August-Wochenende wie geplant über die Bühne gehen können, steht in den Sternen. Die derzeit geltenden Verfügungen für Veranstaltungen sind aus Ute Engers Sicht "ziemlich schwammig". Aber noch ist etwas Zeit bis zu den Rollsporttagen. Zudem müsse man auch sehen, wie andere Vereine in Deutschland zu den Wettkämpfen stehen. Vielleicht, so Ute Engers Hoffnung, "kommen ja wenigstens noch ein paar Wettkämpfe für die Kleinen zustande".

Gemeinsam mit den Mitstreitern des Vereinsvorstandes hat sie in den letzten Wochen so gut wie möglich Kontakt zu Trainern, Eltern und Skatern gehalten. "Die Motivation ist aber schwierig", so Ute Enger. Zum Glück stünden insbesondere die Eltern hinter dem Verein, die sich im häuslichen Umfeld mühen, um ihre Sprösslinge bei der Stange zu halten. Das ist gelungen. Abmeldungen oder Rückzüge aus dem GRV gab es bis jetzt nicht. 

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Auch finanziell sieht die Chefin den Verein "im grünen Bereich". Zum Glück seien für die beiden Großenhainer Skater-Events dieses Jahres noch keine Ausgaben getätigt worden. Da seien andere Veranstalter wohl schlimmer betroffen. So viel aber ist sicher: Ute Enger und der Großenhainer Rollsportverein würden gern in die Vorbereitung der Rollsporttage im August starten. Doch dazu braucht es Planungssicherheit - und klare Aussagen zur Durchführbarkeit.

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