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Skepsis gegenüber Corona-Regeln wächst

Seit März gelten strenge Beschränkungen in Sachsen. Eine exklusive Civey-Umfrage im Auftrag von Sächsische.de zeigt, wie sich die Stimmung im Land verändert.

Kritiker der Corona-Maßnahmen demonstrieren in Zittau.
Kritiker der Corona-Maßnahmen demonstrieren in Zittau. © Rafael Sampedro

Soziale Kontakte auf ein Minimum beschränken, weitgehend geschlossene Schulen und Kitas, keine Großveranstaltungen, keine Reisen und kein Essen in Gaststätten - auch wenn die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den vergangenen Tagen erheblich gelockert worden sind und in der nächsten Wochen zum Beispiel für Geschäfte und für Schulen weiter gelockert werden, gibt es immer noch erhebliche Einschränkungen.

Doch wie eine repräsentative Umfrage von sächsische.de zusammen mit den Meinungsforschern von Civey zeigt, haben die meisten Sachsen Verständnis für die Maßnahmen. Rund 40 Prozent halten die Maßnahmen für angemessen und weitere rund 16 Prozent sogar für nicht ausreichend genug. Allerdings sagen auch rund 44 Prozent der Sachsen, dass sie die jetzt geltenden Regeln als übertrieben empfinden. 

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Und die Prozentzahl derjeniger, die die Maßnahmen skeptisch sehen, hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Wir erinnern uns: Am 2. März wurde in Sachsen der erste Corona-Fall nachgewiesen. Ab dem 23. März galten in Sachsen strenge Ausgangsbeschränkungen. Das öffentliche Leben wurde auf ein Minimum heruntergefahren.

Wie die Langzeit-Auswertung der Umfrage zeigt, unterstützten am Anfang noch fast 90 Prozent diese Maßnahmen oder empfanden sie sogar als zu lasch. Dieses Stimmungsbild hat sich nach und nach gewandelt. Seit Dienstag, dem 28. April, gibt es erstmals mehr Menschen, die die Maßnahmen als übertrieben bewerten als Menschen, die die Maßnahmen als angemessen bezeichnen. 

Im Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt sich, dass die Sachsen die Corona-Maßnahmen skeptischer bewerten als der Durchschnitts-Bundesbürger. Deutschlandweit betrachtet halten rund 70 Prozent der Menschen die Corona-Maßnahmen für angemessen oder sogar für nicht ausreichend. Rund 30 Prozent halten sie für übertrieben. Wie in Sachsen ist die Zahl der Skeptiker in den vergangenen Tagen steigend.

Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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