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Skepsis gegenüber Kreisstraßen-Übernahme

Die Städte Geising und Glashütte haben sich zu den Plänen des Pirnaer Landratsamtes positioniert, das Kreisstraßen an die Gemeinden abgeben möchte. Geising will nur eine von drei StraSSEn übernehmen Demnach ist Geising bereit, nur eine der drei Straßenabschnitte zu übernehmen.

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Von Maik Brückner

Die Städte Geising und Glashütte haben sich zu den Plänen des Pirnaer Landratsamtes positioniert, das Kreisstraßen an die Gemeinden abgeben möchte.

Geising will nur eine von

drei StraSSEn übernehmen

Demnach ist Geising bereit, nur eine der drei Straßenabschnitte zu übernehmen. Dabei handelt es sich um die Straße zwischen Müglitz und Fürstenwalde, die über den Kamm führt. Gössel sieht die geplante Abstufung zur Gemeindestraße „als gerechtfertigt“. „Nach Wiederinstandsetzung dieser Straße ist die Stadt Geising bereit, diese als kommunale Straße zu übernehmen“, teilte Gössel dem Beigeordneten des Landrates, Heiko Weigel, mit. Zuvor hat er sich dazu die Zustimmung des Stadtrates gesichert. Die Abgeordneten haben auch die beiden anderen Vorschläge Gössels gebilligt. So sollen die Müglitztalstraße zwischen Fürstenwalde/Kratzhammer und Müglitz und der Abschnitt vom A-17-Zubringer, Abzweig Löwenhain/Geising, nach Löwenhain, Alte Brücke, weiter Kreisstraßen bleiben. Beide Straßen haben eine überregionale Bedeutung, weil auch sie als Autobahnzubringer fungieren. Zudem wünscht sich die Stadt mehr Informationen zu den Verkehrszählungen, auf die sich das Landratsamt beruft. Nicht nur Gössel möchte wissen, wann der Verkehr gezählt wurde, denn gerade bei schönem Wetter und am Wochenende fahren sehr viele Autos auf diesen Straßen.

Glashütte möchte mehrere

Fragen vorab geklärt haben

Für die Stadt Glashütte ist schwer nachvollziehbar, weshalb der Landkreis nur Teilbereiche von Kreisstraßen an die Stadt abgeben möchte, unter anderem die Ortsdurchfahrten auf der Straße zwischen Glashütte und Falkenhain (K 9026). Für Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) ist das nur schwer nachvollziehbar. Diskussionsgrundlage sollte nur die gesamte K 9026 bis Falkenhain sein. „Dies stellt allerdings eine enorme Herausforderung an die Kommunen dar“, sagt Dreßler. Diese Strecke wie auch die Abschnitte der Kreisstraße 9022 (Hermsdorf/Wilisch-Reinhardtsgrimma-Cunnersdorf-Abzweig Luchau/Glashütte) und der Kreisstraße K 9007 (Reinhardtsgrimma-Buschhaus) sind hinsichtlich des Winterdienstes als besonders schwierig einzuschätzen. Insofern drohen Glashütte erhebliche Mehrausgaben für den Winterdienst, da der Straßenlastenausgleich, den die Stadt erhält, nicht ausreichen wird, schätzt Dreßler ein.

Darüber hinaus hat auch er mehre Fragen, die er vor der Übernahme von Straßen gern geklärt haben möchte. So möchte er gern wissen, ob der Kreis einseitig Straßen zu Gemeindestraßen machen kann oder ob die Städte ein Mitspracherecht haben. Zudem interessiert ihn, wie der Kostenaufwand für die unterlassene Unterhaltung des Kreises ermittelt werde.