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Ski-Trubel im Kahleberggebiet

Skilangläufer mussten lange auf das erste Wintersport-Wochenende warten. Nun hoffen vor allem Hoteliers auf mehr.

Von Mandy Schaks

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Aufatmen im Osterzgebirge: Der Winter schickt sich doch noch an, einer zu werden. Die Region konnte das erste komplette Wintersport-Wochenende dieser Saison für sich verbuchen. Das Wetter wartete zwar mit einem Kontrastprogramm auf die Ausflügler. Am Sonnabend gab es herrlichsten Sonnenschein in der Urlaubsregion rund um Altenberg, am Sonntag dann reichlich Nebel. Aber das Wichtigste für die Wintersportler war da – Schnee.

Die Stadt Altenberg hatte vorsorglich vorm Wochenende noch Weiß von Parkplätzen gekarrt und auf den kleinen Lifthang in Altenberg und auf Loipen im Kahleberggebiet verteilt. Dazu kam leichter Neuschnee, sodass Skifahren gut möglich war. Das nutzten die Wintersportler, die schon lange darauf gewartet hatten. „Wir sind ganz zufrieden“, resümiert der Altenberger Tourismus-Chef Marcel Reuter, „wenngleich wir noch ein paar Leute verkraftet hätten.“ Aber alles in allem habe der erste richtige Test gut geklappt.

Dafür war es höchste Zeit. Denn schon am Montag beginnen in Berlin und Brandenburg und eine Woche später in Sachsen die Winterferien. Von dort kommen traditionell die meisten Gäste in die Skigebiete im Osterzgebirge. Am liebsten natürlich dann, wenn die Landschaft weiß ist. Fehlt der Winter, so wie im vergangenen Jahr, bekommt das die Tourismusbranche schmerzlich zu spüren. Eine Erfahrung, die keiner noch einmal machen will. „Wir hatten letztes Jahr 100 Stornierungen“, erinnerte sich Gerrit Curcio, der Inhaber vom Landhotel „Altes Zollhaus“ in Neuhermsdorf. Das sieht diesmal zum Glück besser aus. „Die ersten zehn Tage im Februar sind wir schon gut gebucht“, sagt er und hofft, dass da noch etwas dazukommt.

Dabei helfen natürlich solche Wochenenden wie das vergangene, die schöne Winterbilder liefern und Appetit auf mehr machen. Das spürt auch das Tourist-Info-Büro in Altenberg sofort. „Wir haben Anfragen nach Unterkünften“, sagt Tourismus-Chef Reuter. „Die Suche nach einem Quartier wird zunehmend schwieriger.“ Das lasse darauf schließen, dass immer mehr Leute kurzfristig buchen. Deshalb wünschen sich jetzt Gastronomen und Hoteliers, Liftbetrieber und Skiverleiher, dass der Winter anhält. „Wir schauen jeden Tag den Wetterbericht“, sagt Gerrit Curcio, „und hoffen bis zum Schluss.“

Eigentlich wollte das „Alte Zollhaus“ gestern seinen Touristen-Joker ziehen und mit dem Schneeskulpturen-Wettbewerb beginnen. Dafür reicht aber die weiße Pracht noch nicht. In Neuhermsdorf lagen gestern neun Zentimeter Schnee. In Zinnwald sah es mit 16 Zentimetern schon etwas besser aus. Doch auch das ist noch zu wenig, um Loipen spuren zu können. „Der Neuschnee rutscht zusammen, wenn der Pistenbully mit seinem Gewicht draufsteht“, erklärt Tourismus-Chef Reuter.

Die Stadt will aber schon einmal weitere Loipen in tieferen Lagen vorbereiten und den Schnee festdrücken. Denn die Aussichten sind nicht schlecht, wie Roman Kristof, der Leiter der Zinnwalder Wetterwarte, weiß. Es soll im Kammgebiet kalt bleiben. Außerdem kommen aus Nordwesten neue Niederschläge, die Schnee bringen sollen. Der Skilift in Geising will die kalten Nächte nutzen, um zusätzlich Kunstschnee zu produzieren. Auch die Mitarbeiter in der Biathlonarena in Zinnwald schieben Nachtschichten und werfen die Schneekanonen an. Es wird erwogen, das Stadion wie schon am Wochenende erneut für Freizeitsportler zu öffnen. Wenn die Biathleten ihr Training absolviert und Wettkämpfe hinter sich haben, will die Stadt zumindest an ausgewählten Tagen in den Abendstunden die Tore für die Touristen öffnen. Zurzeit laufen dazu die Abstimmungen.

Das neue Angebot, das am vergangenen Freitag und Sonnabend erstmals in dieser Saison zur Verfügung stand, fand zwar nicht die erhoffte Resonanz. Tourismus-Chef Reuter ist sich aber sicher, dass die Biathlonarena von den Skilangläufern gut angenommen wird. Es hatte ein paar Anlaufschwierigkeiten gegeben, räumt er ein. So war das Angebot sehr kurzfristig bekanntgegeben worden. Doch die Wintersportler, die da waren, seien sehr zufrieden gewesen.

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