SZ +
Merken

Skispringer können auf Licht an der Schanze hoffen

40 Skispringer zählt der TSV 1861 in Spitzkunnersdorf. Darunter sind Berühmtheiten wie nicht zuletzt Henry Hoffmann, der in diesem Jahr zum beliebtesten Sportler des Jahres gewählt wurde. Sie trainieren auf der Schanzenanlage am Forsten, deren Aufsprunghang neu gestaltet wurde.

Teilen
Folgen

Von Sebastian Beutler

40 Skispringer zählt der TSV 1861 in Spitzkunnersdorf. Darunter sind Berühmtheiten wie nicht zuletzt Henry Hoffmann, der in diesem Jahr zum beliebtesten Sportler des Jahres gewählt wurde. Sie trainieren auf der Schanzenanlage am Forsten, deren Aufsprunghang neu gestaltet wurde. Auch eine neue Kinderschanze errichtete der rührige Verein, der insgesamt 480 Mitglieder in vier Abteilungen zählt, und eine neue Skihütte gibt es jetzt auch. Bis 2005 soll nun noch die große Schanze einen neuen Anlaufturm erhalten und eine Flutlichtanlage, damit man vor allem im Winter besser trainieren kann. Für die Volksbank Löbau-Zittau und die Sächsische Zeitung war das Anlass genug, bei der für dieses Jahr letzten Runde ihrer Vereinsförderung das Engagement mit 1 000 Euro zu würdigen und damit einen Beitrag für die neue Anlage zu leisten. Weitere 1 000 Euro trägt die Gemeinde Leutersdorf bei, andere Sponsoren beteiligen sich ebenso und letztlich krempeln die Mitglieder des Vereins selbst die Ärmel hoch, damit Licht an der Schanze wird.

Die Spitzkunnersdorfer sind einer von sieben Vereine, die von der SZ und der Volksbank Löbau/Zittau jetzt gefördert werden. Darunter sind auch die „Aberschbächer Heedelirchen“ aus Ebersbach. Sie können mit 600 Euro rechnen, um eine CD zu produzieren. Auf ihr werden wertvolle Tonaufnahmen aus dem Mundartarchiv von Herbert Andert in Ebersbach gesichert. Später soll die CD auch auf den Markt kommen. „Wenn das Herbert Andert hört“, freute sich Heedelirchen-Leiterin Helga Brösel, „dann wird er sich sehr freuen“. Zuvor hatten sowohl das Regierungspräsidium als auch die Stadt Ebersbach wegen der knappen Finanzen die Hände gehoben und eine Unterstützung ablehnen müssen.

Mit 600 Euro kann auch der Zittauer Fechtverein rechnen, der sich dafür drei Wettkampfausrüstungen für Kinder anschaffen kann. Gerade in jüngster Zeit, sagt Vorsitzender Hartmut Ressel, spüre sein Verein ein zunehmendes Interesse bei der heranwachsenden Generation.

Über jeweils 500 Euro können sich der Zittauer „Verein zur schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen“, die alpine Ski-Abteilung des TSV Ebersbach und der SV Ziphona Zittau freuen. Der Zittauer Förderverein will für lernbehinderte Kinder eine Schülerbibliothek aufbauen.

Und schließlich werden die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde aus Löbau 300 Euro erhalten. Damit finanzieren sie kleine Geschenke, die die Kinder erhalten, die mit den Nikolaussonderzügen am 6. Dezember durch die Oberlausitz fahren. Einziger Wermutstropfen: Die Züge sind bereits ausgebucht.

Wer dieses Mal kein Glück hatte – es bewarben sich 102 Vereine – der sei auf das neue Jahr vertröstet. Dann führen Volksbank und die SZ ihre Vereinsförderung fort.