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Dresden

Skiweltcup spart weiter CO2

Die Analyse der Veranstalter zeigt eine Reduktion um ein Drittel. Schon bald wollen sie der Umwelt etwas Gutes tun. 

Am 11. und 12. Januar 2020 werden die Skilangläufer wieder am Elbufer sprinten.
Am 11. und 12. Januar 2020 werden die Skilangläufer wieder am Elbufer sprinten. © Archivbild: Sven Ellger

Der Skiweltcup am Elbufer gilt in Dresden als umstritten. Befürworter sehen ein attraktives Sportereignis sowie den Marketingwert für die Stadt. Kritiker hinterfragen vor allem die Sinnhaftigkeit der Kunstschneeproduktion und die Belastungen für die Umwelt. Die beiden Veranstalter, René Kindermann und Torsten Püschel, führen von jeher an, dass sie versuchen, eine möglichst umweltfreundliche Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Jetzt haben sie den Stadtratsfraktionen ihre Gesamtbilanz für den Skiweltcup im vergangenen Januar übermittelt. Daraus geht hervor, dass – nach eigenen Berechnungen – der Kohlenstoffdioxidausstoß um ein Drittel reduziert werden konnte. Seien im Januar 2018 noch 2,8 Tonnen CO2 angefallen, waren es in diesem Jahr demnach nur noch 1,9 Tonnen. Organisator Kindermann begründet das mit den geringeren Lkw-Fahrten innerhalb Sachsens, um Naturschnee nach Dresden zu holen. Während 2018 noch Schnee aus dem 120 Kilometer entfernten Oberwiesenthal im Erzgebirge geholt wurde, beschränkte sich der Transport in diesem Januar auf neun Fahrten nach Altenberg und jene vom Flughafen zur Wettkampfstrecke.

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Die Berechnungen nimmt der Veranstalter allein vor und behandelt dabei lediglich den Schneetransport und die Kunstschneeproduktion am Flughafen. Andere Elemente, wie etwa anreisende Besucher, sind nicht enthalten. Organisator Kindermann sagt, der CO2-Wert solle beim nächsten Weltcup im Januar weiter gesenkt werden. In diesem Sommer will das Team als Ausgleich der Natur zudem etwas Gutes tun und sucht gerade nach einer passenden Aktion für die rund 300 freiwilligen Weltcup-Helfer und die Schüler, die in der Woche nach dem Weltcup die Strecke genutzt hatten. So könnten sie zum Beispiel mehrere Hundert Bäume pflanzen.

Kindermann will außerdem die Sperrung des Elberadweges weiter verbessern und trifft sich deshalb bald mit dem ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork.