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Skulpturenpark ist wieder Autowrack-frei

Nach einem spektakulären Unfall war das Areal in Olbersdorf seit Weihnachten gesperrt. Der geschrottete Ford ist abtransportiert. Eine Frage aber bleibt.

Von Jana Ulbrich
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Der Skulpturenpark in Olbersdorf
ist wieder zugänglich. Monatelang hatte hier unfreiwillig ein Auto geparkt.
Der Skulpturenpark in Olbersdorf ist wieder zugänglich. Monatelang hatte hier unfreiwillig ein Auto geparkt. © Matthias Weber/photoweber.de

Es ist einer der spektakulärsten Auto-Unfälle des vorigen Jahres: Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2019 fliegt ein Ford Mondeo mit polnischem Kennzeichen im Olbersdorfer Verkehrskreisel aus der Kurve, durchbricht im Flug den Zaun des benachbarten Skulpturenparks, nimmt eine ganze Sitzgruppe mit und landet schließlich an der Umzäunung einer der sandsteinernen Figuren. Der Fahrer macht sich unerkannt aus dem Staub.

Der geschrottete Ford aber bleibt stehen - und steht und steht. Zuerst muss die Polizei den Halter ausfindig machen. Findet ihn auch in der Nähe von Poznan (Posen) - aber es ist der Falsche. Er hatte das Auto verkauft. Die Polizei wendet sich an den neuen Besitzer in Polen, der aber meldet sich nicht.

"Er hat sich auch bis heute nicht gemeldet", sagt Katharina Korch von der Görlitzer Polizeidirektion. Und so wird sich die Frage, wie der Unfall passieren konnte, wohl auch nicht mehr aufklären lassen. "Der Halter hat ja das Recht zu schweigen", erklärt die Sprecherin. 

Park ist wieder geöffnet

Inzwischen aber ist die Frist längst verstrichen, in der der Halter sein Fahrzeug hätte abholen müssen. Und deswegen kann der Grundstückseigentümer zur Tat schreiten. Das Gelände wird vom Olbersdorfer kommunalen Wohnungsunternehmen KWV verwaltet.

"Wir mussten abwarten, bis geklärt ist, dass die Versicherung den angerichteten Schaden bezahlt", erklärt KWV-Chef Karsten Hummel. Immerhin hatte der Schaden sich insgesamt auf eine fünfstellige Summe summiert. 

Hummel hat das Autowrack inzwischen abschleppen und verschrotten lassen. Der Skulpturenpark ist wieder geöffnet. Der KWV-Chef weist aber darauf hin, dass auch in diesem Gelände die Abstands- und Verhaltensregeln der Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen gelten. 

Nur die zerstörte Sitzgruppe ist noch nicht wieder ersetzt. Wegen "coronabedingter Ausfälle" habe der Hersteller die neue noch nicht liefern können.

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