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Smileys für Autofahrer

OB Gerhard Lemm hat ein Gerät zur Geschwindigkeitsmessung installiert. Insgesamt werden vier solcher Tafeln aufgehängt.

Oberbürgermeister Gerhard Lemm hat an der Heidestraße in Radeberg eine Tempotafel in Betrieb genommen.
Oberbürgermeister Gerhard Lemm hat an der Heidestraße in Radeberg eine Tempotafel in Betrieb genommen. © Foto: René Plaul

Radeberg. Je nach Geschwindigkeit leuchtet Autofahrern auf der Heidestraße jetzt ein grünes Smiley entgegen oder es ist ein rotes „Schlechte Laune-Gesicht“ zu sehen. Dazu wird die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt.

 Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben jetzt eine Tempotafel in Betrieb genommen. „Damit erinnern wir Autofahrer, wie schnell sie gerade fahren. Gerade hier vor der Grundschule sollten sie das Tempo drosseln“, sagt der OB. Insgesamt werden vier solcher Tafeln angebracht. Sie hängen jeweils vor den Grundschulen in Großerkmannsdorf, Ullersdorf und Liegau-Augustusbad. Später sollen sie dann umgehängt und vor Kitas installiert werden. Autofahrer werden darauf lediglich auf ihr Tempo hingewiesen. „Kennzeichen werden von den Tafeln nicht erfasst. Raser müssen also nicht mit einer Strafe rechnen“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Allerdings ist ein Speicher eingebaut, der die Zahl der Autos und ihre Geschwindigkeit festhält. Übrigens: Das Gerät passt sich den unterschiedlichen Tempolimits an der Stelle automatisch an. Tagsüber ist hier Tempo 30 erlaubt. Ab 16 Uhr Tempo 50.

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Die vier Tafeln kosten knapp 9 000 Euro. Die Anschaffung geht auf eine Initiative der Stadtverwaltung aus. Dass die Tafeln wirken, hat die Auswertung der Daten einer Tempotafel in Tharandt gezeigt. Sie ergaben, dass viele Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind, angesichts der Anzeigetafel abbremsen. Das bewies das jeweilige Tempo der Fahrzeuge im Ein- und Ausfahrtsbereich, die das Gerät bei jeder Zählung misst. Eine weitere Erkenntnis: Vor allem in den Morgenstunden seien die Autofahrer schneller unterwegs. Dieses Phänomen sei an mehreren Standorten der Tafel zu beobachten gewesen. Im Verlauf des Tages wurden dagegen die jeweils zulässigen Tempos am ehesten eingehalten. Und: Am Vormittag seien die Menschen einsichtiger und würden angesichts der mahnenden Tafel ihre Geschwindigkeit am ehesten anpassen. (mit SZ/vs)

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