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Meißen

So begegnen die Elblandkliniken der Corona-Gefahr

Die Krankenhäuser sind auf Notfälle vorbereitet. Derzeit steht jedoch ein anderes Problem im Vordergrund.

Gehen mit gutem Beispiel voran: Der Leiter des Notfallzentrums am Elblandklinikum Meißen Dr. med. Thomas Peschel (li.) und der Chef der Krankenhaushygiene Christoph Kutschker desinfizieren gründlich ihre Hände.
Gehen mit gutem Beispiel voran: Der Leiter des Notfallzentrums am Elblandklinikum Meißen Dr. med. Thomas Peschel (li.) und der Chef der Krankenhaushygiene Christoph Kutschker desinfizieren gründlich ihre Hände. © Claudia Hübschmann

Was passiert, wenn ein Patient Symptome des Corona-Virus aufweist?

Zuerst wird abgeklärt, ob der Patient in der jüngsten Vergangenheit in China war oder mit wahrscheinlich am Corona-Virus erkrankten Personen Kontakt hatte, so der Leiter des Notfallzentrums am Elblandklinikum Meißen Dr. med. Thomas Peschel. Von den Symptomen allein lässt sich noch nicht auf die Art der Erkrankung schließen. Ähnliche Beschwerden können auch durch andere Erreger ausgelöst werden.

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Über welche Isolier-Möglichkeiten verfügen die Elblandkliniken?

Das Krankenhaus in Meißen hat sich dazu entschlossen, bei einem Corona-Fall eine komplette Station zu isolieren. Auf diese Weise kann am besten sichergestellt werden, dass sich der Erreger nicht weiter verbreitet. 

Die Kapazitäten und auch die Ablaufpläne dazu sind vorhanden, nicht zuletzt vorbereitend auf andere ansteckende Krankheiten. Momentan ist angedacht, die Isolation vor Ort in Meißen, Radebeul und Riesa durchzuführen. Es gibt aktuell keinen Pandemieplan, der eine Zentralisierung vorsieht.

Sind ausreichend Schutzanzüge und Masken vorhanden?

Die Lager und Vorräte sind überprüft worden. Zudem wurde abgeklärt, ob und wie sich zum Beispiel die Klimaanlage abschalten lässt, um den sogenannten Flugzeugeffekt zu vermeiden.

Wie wurden die Mitarbeiter vorbereitet?

Verantwortlich für diese Aufgabe an allen drei Standorten zeichnet der Leiter der Krankenhaushygiene Christoph Kutschker. Er informiert regelmäßig die Leiter der entsprechenden Bereiche über den aktuellen Stand. Per Rundschreiben gibt er weiter, wie sich das Virus weltweit sowie national ausbreitet und welche neuen Erkenntnisse es zum Verlauf und zur Behandlung gibt.

Auf welche Quellen und Netzwerke greift das Klinikum zurück?

Christoph Kutschker und seine Kollegen beziehen ihre Informationen vor allem über das mit Hauptstandort in Berlin ansässige Robert-Koch-Institut. Dabei handelt es sich um eine selbstständige Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten. Darüber hinaus halten sie engen Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Kreises, der Landesuntersuchungsanstalt und der Dresdner Universitätsklinik.

Existieren Absprachen mit niedergelassenen Ärzten?

Ein wichtiges Scharnier bildet die Bereitschaftspraxis am Elblandklinikum Meißen, welche außerhalb von Werktagen eine notfallmedizinische Versorgung für schnell ambulant zu behandelnde Patienten anbietet. Sie wird von niedergelassenen Ärzten und medizinischem Fachpersonal betrieben. Mit ihnen befindet sich der Leiter des Notfallzentrums Thomas Peschel in stetem Austausch.

Welche Reaktionen gibt es von den Patienten?

Besonders die Mitarbeiter des Notfallzentrums werden immer wieder mit Nachfragen konfrontiert. Trotz umfangreicher Berichterstattung in den Medien besteht weiterhin ein hoher Informationsbedarf.

Wie hoch wird die Gefahr durch das Corona-Virus eingeschätzt?

Nach derzeitigem Stand vergleichsweise gering. Im Vordergrund steht im Landkreis die beginnende Grippe-Welle, deren Auswirkungen in den Elblandkliniken bereits deutlich spürbar sind.

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