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Zittau

So bereitet sich Zittau auf Corona vor

In der städtischen Verwaltung wird der Service möglicherweise eingeschränkt. Der OB ordnet Prävention an, rät aber auch zu Besonnenheit.

Diese von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) im Januar 2020 zur Verfügung gestellte Illustration zeigt das neuartige Coronavirus.
Diese von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) im Januar 2020 zur Verfügung gestellte Illustration zeigt das neuartige Coronavirus. © dpa

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus unternimmt die Stadtverwaltung Zittau Schritte, um die Möglichkeit einer Ansteckung von Mitarbeitern zu verhindern beziehungsweise einzudämmen. Oberbürgermeister Thomas Zenker bittet in einer Pressemitteilung um Verständnis, dass es demnächst möglicherweise eingeschränkten Service in der städtischen Verwaltung geben könnte.

„Ich halte es für angemessen, wenn wir uns vorbereiten und versuchen, angesichts des sehr hohen Anteils von direktem Bürgerkontakt unserer Mitarbeiter das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten“, so Zenker.

Wir helfen Händlern der Region

Corona ist bedrohlich. Für die Gesundheit, aber auch für Händler und Gewerbetreibende vor Ort. Hier können Sie helfen – und haben selbst etwas davon.

Seit Montag hat die Stadt eine zentrale Meldestelle eingerichtet. Alle Informationen, Fragen und Anliegen zum Thema „Corona“ werden dort zentral gebündelt und bearbeitet. Im Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt und der Dienststellenleitung sollen Fragen geklärt werden.

Zudem empfiehlt die Stadtverwaltung, sich auf folgenden Internetseiten über die Krankheit zu informieren:

Gleichzeitig sollen die städtischen Mitarbeiter gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts folgende Fragen beantworten:

  • Haben Sie sich in den letzten beiden Wochen in einem gefährdeten Gebiet oder einer gefährdeten Region aufgehalten?
  • Sind Angehörige oder Bekannte von Ihnen positiv auf das Corona-Virus getestet worden?

Dienstreisen abgesagt

Zudem sagt die Stadt Zittau alle Dienstreisen, die nicht zwingend unaufschiebbar sind,  für den März vorsorglich ab. Das betreffe insbesondere die Teilnahme an Weiterbildungen, Arbeitsgruppen, Projekttreffen und Infoveranstaltungen, erklärt Rathaus-Sprecher Michael Scholze. 

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In Rücksprache mit dem Personalrat verschiebt die Stadt zudem die Personalvollversammlung, die ursprünglich am Freitag stattfinden sollte.

Verdachtsfälle werden nach Hause geschickt

Sofern ein Mitarbeiter entsprechende Symptome zeigt und dieser sich in den vergangenen zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einer erkrankten Person hatte, wird er mit der Aufforderung nach Hause geschickt, mit seinem Hausarzt das weitere Vorgehen abzustimmen. Auch seine unmittelbaren Arbeitskollegen werden dann nach Hause geschickt - so lange, bis die Testergebnisse des Verdachtfalls vorliegen.

Die Stadtverwaltung prüft eine mögliche Absage von Veranstaltungen, die in den nächsten beiden Monaten in Zittau mit städtischer Beteiligung geplant sind. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Größe der Veranstaltung, sondern auch auf andere Faktoren. Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante Bürgerreise in die Zittauer Partnerstadt Pistoia in Italien abgesagt worden.

"Sofern Mitarbeiter an Corona erkranken, gelten die normalen Vertretungsregeln. Sofern mehrere Mitarbeiter aus einem Bereich erkrankt sind, muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine Art „Notbetrieb“ aufrechterhalten werden kann", sagt Scholze. Sollte das nicht möglich sein, werde die Öffentlichkeit unverzüglich informiert.

Zenker: Kein Grund zu übermäßiger Angst

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Die Stadt Zittau weist darauf hin, dass es derzeit im Landkreis Görlitz keinen bestätigten Corona-Fall gibt. Entsprechend bittet der Oberbürgermeister, mit der Lage ruhig und besonnen umzugehen. Es bestehe kein Grund zu übermäßiger Angst. "Bitte helfen Sie uns mit der Situation bestmöglich umzugehen, indem Sie die allgemeinen Empfehlungen zur Hygiene, zu Reisen in Risikogebiete und zu Kontakt mit Erkrankten beruflich sowie im Privaten befolgen", heißt es aus dem Rathaus. (SZ)

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