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So lief die große Schüler-Demo in Dresden

Unter dem Motto "Fridays for Future" gehen Jugendliche weltweit für den Klimaschutz auf die Straße. Am Freitag machen auch viele Dresdner Schüler mit. 

Schüler sammeln sich am St. Benno-Gymnasium in Dresden
Schüler sammeln sich am St. Benno-Gymnasium in Dresden ©  dpa/Robert Michael

Weit mehr als 1.000 Schüler haben sich am Freitagmittag auf dem Gelände des St. Benno-Gymnasiums getroffen, um unter dem Motto "Fridays for Future" für eine bessere Klimapolitik demonstrieren.  Mit Plakaten und Bannern, auf denen etwa „Rettet das Leben, nicht eure Kohle!“ oder „Fuck me - not the earth“ steht, wollen die Kinder und Jugendlichen durch die Stadt marschieren.  

Schon beim Auftakt erschallten Sprechchöre, in denen die Schüler etwa "Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut!" skandierten.  Im Laufe der anschließenden Demonstration wuchs die Zahl der Teilnehmer weiter an, die Organisatoren schätzten, dass sich bis zu 3.000 Menschen beteiligten.  

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Unterstützung bekamen die Heranwachsenden von der Wissenschaft. TU-Professor Stefan Heiland dankte den Schülern bei der Auftaktkundgebung  für ihr Engagement und sprach davon, dass es schon einen gewissen Charme habe, dass Wissenschaftler  nun die Schüler brauchen, um sich Gehör zu verschaffen.

Nach dem Redebeiträgen führte die Demo-Route über die Albertbrücke und den Carolaplatz zum Goldenen Reiter, wo es eine Zwischenkundgebung gab. 

Danach ging es über die Carolabrücke und die St.-Petersburger Straße zur Kreuzkirche, wo abschließend ein Vortrag zu den Folgen des Klimawandels stattfindet. Entlang der Strecke kam es wie erwartet zu Verkehrsbehinderungen. 

©  dpa/Robert Michael

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Die Organisatoren hatten im Vorfeld mit mehreren Hundert Schülern gerechnet, die sich an dem Klimastreik beteiligen. Gekommen sind deutlich mehr. Wie lange die Schüler die freitägigen Demonstrationen fortsetzen wollen, ist unklar. Immerhin fällt Unterricht aus. Das Landesamt für Schule und Bildung hatte sich bereits im Vorfeld gegen die Streiks während der Schulzeit ausgesprochen. Demos seien kein Freistellungsgrund, hieß es. Allerdings ist zumindest für diesen Freitag an einigen Schulen eine Übereinkunft zwischen Schülern, Lehrern und Eltern erzielt worden, dass etwa eine Einverständniserklärung der Eltern genügt, um dem Unterricht fernbleiben zu dürfen.

Die Schulstreik-Aktion ist Teil der internationalen Kampagne, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg angestoßen wurde. In Deutschland gingen die Schüler in mehr als 200 Städten auf die Straße. (SZ/mja/sr)

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