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Radebeul

"So ein Haufen brennt nicht von allein"

In der Nacht zum Sonnabend mussten Coswigs Feuerwehrleute vom Stadtfest weg in den Einsatz. Wieder wird vermutet, dass es Brandstiftung war.

Flammenhölle im Gewerbegebiet Industriestraße. Über vier Stunden mussten mehr als 50 Kameraden löschen.
Flammenhölle im Gewerbegebiet Industriestraße. Über vier Stunden mussten mehr als 50 Kameraden löschen. © Martin Haust

Coswig/Weinböhla. Es hört nicht auf in Coswig. Am Freitagabend, 21.45 Uhr, wurden die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren weg vom Coswiger Stadtfest und ihren Familien aus dem Klubhaus Börse geholt. In der Industriestraße, auf dem Areal der Firma Nestler, stand ein sehr großer Sperrmüllberg lichterloh in Flammen. Auf einer Fläche von 25 mal 15 Metern und in einer Höhe von fünf bis sieben Metern wütete das Feuer. Flammen und Rauchsäule waren weithin in der Stadt zu sehen.

Löschen von oben und von unten mussten die Feuerwehrleute.
Löschen von oben und von unten mussten die Feuerwehrleute. © Martin Haust

Wie die Coswiger Feuerwehrleute informieren, kamen auch die Kameraden aus Weinböhla zu Hilfe. Wasser holten die Männer mit langen Schlauchbahnen von Hydranten an der Industriestraße und vom Ziegelweg. Mitarbeiter der Firma Nestler halfen mit einem Bagger, den Haufen und damit unzählige Glutnester auseinanderzuziehen. Dennoch brauchten die Kameraden volle vier Stunden, um die Flammen zu löschen. Erst nach 2 Uhr war der Einsatz beendet.

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Die Feuerwehrleute sind sich sehr sicher, dass auch hier wieder Brandstiftung dahintersteckt. „Sonst hätte nicht der gesamte Sperrmüll in dieser großen Ausdehnung sofort gebrannt, so ein großer Haufen brennt nicht gleich von allein“, sagen sie.

Gefährlich hätte das Feuer auch für die in der Nähe befindliche Bahnstrecke werden können. Neben der Bahn sind brennbare Sträucher, die gleich an das Firmengelände grenzen. Polizisten vom Revier Meißen waren ebenfalls zur Absicherung mit vor Ort.

Im gleichen Gewerbegebiet an der Industriestraße hatte es bereits vor knapp zwei Jahren einen verheerenden Brand in der Lackfabrik sowie um die Ecke im großen Lager der Firma Landmaxx gegeben. Auch hier geht die Polizei von Brandstiftung aus.

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