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So endete der Zweite Weltkrieg in Sachsen

Vor 75 Jahren rücken russische und US-Truppen vor, bis Deutschland am 8. Mai kapituliert. In den letzten Kriegstagen gab es Tote und Verbrechen. Eine Chronik.

Blick auf die zerstörte Kronprinzenbrücke (heute: Friedensbrücke) und den historischen Stadtkern von Bautzen, aufgenommen im März 1946. Die Brücke am Abend des 20. April 1945 gesprengt worden
Blick auf die zerstörte Kronprinzenbrücke (heute: Friedensbrücke) und den historischen Stadtkern von Bautzen, aufgenommen im März 1946. Die Brücke am Abend des 20. April 1945 gesprengt worden © dpa-Zentralbild

Von Jörg Marschner

Montag, 16. April 1945: Bad Muskau/Rothenburg

Um 5.15 Uhr bricht die Hölle los. Stundenlang heulen die Raketen der Stalinorgeln und die Granaten der schweren Artillerie über die Neiße westwärts, dröhnt der Himmel von Detonationen. Selbst im gut 40 Kilometer entfernten Bautzen hören die Menschen dumpfes Grollen, es klingt wie ein in der Ferne aufkommendes schweres Gewitter. Der von Deutschland 1939 begonnene Krieg tritt in seine letzte Phase. Die Kanonade ist der Auftakt zur Berliner Operation, nachdem längs von Oder und Neiße die Front fast zwei Monate zum Stehen gekommen war.

Die Hauptkräfte der Roten Armee weiter nördlich zielen mit ihrem Vorstoß direkt auf die Reichshauptstadt Berlin. Die von der Linie Bad Muskau/Rothenburg angreifenden Truppen sollen Richtung Bautzen/Dresden/Leipzig und bis zur Elbe vorrücken. Der Widerstand, auf den die 1. Ukrainische Front und die 2. Polnische Armee in den drei ausgebauten Verteidigungssystemen längs der Flüsse Neiße, Schöps und Spree treffen, ist stark und hartnäckig. Erst am vierten Tag der Operation stehen sie vor Bautzen. Um die Stadt wird es eine erbitterte, verlustreiche Schlacht geben, mit Kriegsverbrechen auf beiden Seiten.

Montag 16. April 1945: Plauen/Lengenfeld

In den Nachmittagsstunden zieht eine Vorhut des 187. Regiments der III. US-Armee kampflos in die nach 14 Bombenangriffen stark zerstörte Vogtlandmetropole ein. Auch sonst treffen die Amerikaner in diesen Tagen in Sachsen meist auf relativ wenig Widerstand. Bis zum 16. April rücken sie auf eine Linie Wurzen - Grimma - Hartha - Mittweida - Frankenberg vor und stehen schon nördlich von Chemnitz.

Anders in der nordöstlich von Plauen gelegenen Kleinstadt Lengenfeld. Sie soll kampflos übergeben werden. Als sich aber leichte amerikanische Panzer eines Aufklärungsbataillons auf die Stadt zubewegen, werden sie von deutschen Panzerjägern beschossen. Drei US-Panzer werden getroffen, vermutlich acht ihrer Insassen sterben. Einstündiger Artilleriebeschuss und Luftangriffe der Amerikaner auf die Stadt sind die Folge. Vier tote Lengenfelder, 20 total zerstörte und 336 mehr oder weniger stark beschädigte Gebäude werden gezählt. Am frühen Morgen des 17. April rücken die Amerikaner in Lengenfeld ein.

Mittwoch, 18. April 1945: Leipzig-Abtnaundorf

304 Zwangsarbeiter, die meisten krank und schwach, werden an diesem Tag noch nördlich des Leipziger Hauptbahnhofs im Stadtteil Abtnaundorf festgehalten, einem Außenlager des KZ Buchenwald. So hat es ein Zählappell festgestellt. Vor wenigen Wochen waren sie noch fast tausend Frauen und Männer, die im Leipziger Erla-Werk Flugzeugteile herstellen mussten. Ein Befehl ruft die Häftlinge zum Suppe fassen in Block 3, nicht alle können ihm folgen. Die Fenster werden mit Brettern vernagelt, drei Baracken mit Kerosin übergossen und angezündet. Wer aus der Flammenhölle ausbricht, gerät in einen Kugelhagel von SS und anderen Durchhaltefanatikern oder in die Maschen des Starkstromzaunes. 83 Zwangsarbeiter sterben, 70 über leben. Noch am Abend erreichen erste US-Soldaten Abtnaundorf. Die damals 19-jährige Krankenschwester Charlotte Zeitschel wird zwei Tage später zur Pflege verletzter Häftlinge ins Lager gerufen: "Es war furchtbar. Ich wusste nicht, was ich denken sollte."

Donnerstag, 19. April 1945: Leipzig

Die Amerikaner haben nach zweitägigem Einsatz fast ganz Leipzig eingenommen, zwei entscheidende Orte allerdings noch nicht. Im Neuen Rathaus stehen etwa 150 Mann unter Waffen, meist Volkssturm leute. Die wehren - kaum zu glauben - zwei Panzerangriffe ab. Ein von den Amerikanern ins Rathaus geschickter Parlamentär erreicht schließlich ihre Aufgabe. US-Soldaten finden im Turmzimmer des riesigen Gebäudes SA-Oberführer Strobel und weitere Nazigrößen - alle tot durch Selbstmord. Oberbürgermeister Freyburg und Stadtkämmerer Lisso haben sich im OB-Dienstzimmer mit ihren Frauen und Töchtern durch Gift umgebracht.

Härter zeigt sich die Lage am Völkerschlachtdenkmal. In dem bombensicheren Bau haben sich Stadtkommandant Oberst Poncet und 200 seiner Leute verschanzt. Der Beschuss mit 75-Millimeter-Artillerie bleibt ohne Wirkung. Selbst 155-Millimeter-Geschosse richten wenig aus, bis eine Granate durch ein Fenster fliegt und im Inneren explodiert. Nach zähen Verhandlungen ergibt sich Poncet. Die Amerikaner beklagen bei den Kämpfen um Leipzig den Tod von etwa 20 Soldaten. Sinnloser Widerstand hat rund 200 deutschen Soldaten, Volkssturmmännern, Hitlerjungen und Zivilisten das Leben gekostet.

19. bis 27. April 1945: Bautzen

Mit starkem Artilleriefeuer beginnt am Morgen des 19. April der Angriff auf die Stadt. Drei Tage später ist sie - oft nach schweren Häuserkämpfen - bis auf den Innenstadtkern erobert. "Es ist wie Welt untergang", schreibt Christiane Zwahr im Buch "Frauen in Bautzen zwischen 1940 und 1950". Andere berichten von ihrer Angst in den Kellern, einige von Vergewaltigungen. Kommandant Oberst Hoepke fordert eisernes Durchhalten. Wer sich verweigert, kommt vors Standgericht. Reinhard Hollewa, damals 16, erlebt diese Tage in der Ortenburg, in deren Keller Hoepke seinen Gefechtsstand hat. In seinen Erinnerungen schildert er, wie Feldgendarmen einen deutschen fahnenflüchtigen Soldaten in den Keller führen. "Es dauerte keine fünf Minuten, da wurde der Soldat auf dem Rasen vor der Burg von hinten erschossen."

Am 22. April unterbricht ein erfolgreicher deutscher Panzervorstoß bei Mücka nordöstlich von Bautzen die Nachschublinien der Roten Armee. Sie muss Kräfte aus Bautzen abziehen. Nach heftigen deutschen Angriffen gibt sie zwei Tage später die Stadt auf. Schwere Häuserkämpfe mit kleinen Gruppen von Rotarmisten gibt es bis 27. April. Dieser letzte Sieg der Wehrmacht in Bautzen hat Auswirkungen auf die gesamte Frontlinie. Sie wird von der Roten Armee zurückgenommen und verläuft bis zum 5. Mai südlich von Großenhain über nördlich von Kamenz bis zur Neiße nördlich von Görlitz.

Exakte Zahlen über die Opfer gibt es nicht. Laut Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht verloren die sowjetischen und polnischen Truppen zwischen 22. und 26. April in Ostsachsen etwa 7 000 Soldaten. Bis zu 20 000 wurden verwundet. Über die eigenen Verluste nennt die Wehrmacht keine verbindlichen Zahlen . Aber allein in Bautzen sind fast 1 000 deutsche Soldaten begraben. In den Orten bis zur Neiße dürften es noch viel mehr sein

Sonntag, 22. April 1945: Niederkaina bei Bautzen

Als Schäfer Lehmann an diesem Sonntag mit seiner Herde ins Dorf zurückkehrt, sieht er die immer noch brennende große Scheune des Rittergutes. Und die Toten davor , erschossen, weil sie den Flammen entfliehen wollten. 195 Menschen wurde hier verbrecherisch das Leben genommen. Die Zahl ist sicher, sie steht im Bericht von Pfarrer Lange, der für das Begräbnis der Opfer sorgte. Es sind fast ausschließlich Volkssturmmänner, die vor zwei Tagen bei

Kämpfen am östlichen Bautzener Stadtrand gefangen genommen und in die Scheune gebracht worden waren. Sie wurden "mit Brot und Speck richtig versorgt", heißt es in Pfarrer Langes Chronik. Als für die Rote Armee der Rückzug aus Bautzen droht, wird die Scheune an allen Seiten angezündet. Bis Schäfer Lehmann kommt, sind die Täter, offensichtlich Angehörige der Roten Armee, schon weg. Im Bereich des Rittergutes werden an diesem Tag weitere über 70 tote Volkssturmleute gefunden. Als deutsche Truppen Bautzen zurückerobern, werden fast alle Ärzte, Schwestern und Verwundete vom Feldlazarett der 254. Russischen Schützendivision erschossen. Schon am 21. April waren in einem Waldgebiet bei Diehsa Verwundete und Personal eines russischen Feldlazaretts niedergemetzelt worden. Das gleiche Schicksal erlitt einen Tag später bei Guttau das Feldlazarett der Polnischen Armee.

22. bis 25. April 1945: Großröhrsdorf

Familie Müller wohnt im eigenen Haus in der Niederstadt von Großröhrsdorf. Am Sonntag, den 22. April klirrt plötzlich das Geschirr im Schrank. Polnische Panzer rollen westwärts. Stoßtrupps erreichen die Linie Liegau-Augustusbad/Radeberg/Großerkmannsdorf, stehen damit am Rand der Dresdner Heide. Die Panzer fahren bald wieder ostwärts zurück, die polnische Besatzung bleibt - Soldaten, ehemalige Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Rachegefühle führen zu Plünderungen, Vergewaltigungen, bei Gegenwehr auch zu Erschießungen. Die Niederstadt wird unmittelbares Frontgebiet und das Erdgeschoss von Müllers Haus Hauptverbandsplatz der Polen. Als diese sich am Mittwoch zurückziehen müssen, legen sie in der Niederstadt Feuer. Aus 23 Häusern und Gehöften werden Ruinen, auch Müllers sind nun ohne Zuhause, aber wenigstens am Leben. 57 Großröhrsdorfer überleben diese Tage nicht. Deutsches Militär erschießt nach der Rückeroberung des Ortes 23 dagebliebene verwundete Polen.

Montag, 23. April 1945: Zeithain bei Riesa

Während 100 Kilometer östlich in Bautzen erbitterte Kämpfe toben, erreichen an diesem Montagmorgen Truppen eines Kavalleriekorps der Roten Armee das Lager Zeithain und werden von rund 12 500 Kriegsgefangenen begrüßt. In Zeithain, das zu den großen deutschen Kriegsgefangenenlagern zählt, starben über 25 000 sowjetische und mehr als 900 Kriegsgefangene aus anderen Ländern, vor allem an mangelhafter Ernährung und katastrophalen hygienischen Bedingungen.

Mittwoch, 25. April 1945: Strehla/Lorenzkirch an der Elbe

Es ist genau 11.50 Uhr, als die Aufklärungspatrouille unter Leutnant Albert L. Kotzebue das Strehlaer Hochufer der Elbe erreicht. 28 Amerikaner halten mit ihren sieben Jeeps oberhalb der Wagenfähre. Joe Polowsky notiert später: "Es war ein großartiges Gefühl, die Elbe zu sehen. Kotzebue schoss zwei grüne Leuchtraketen ab. Nach etwa zehn Minuten war es so weit, die Russen winkten und gaben uns zu verstehen, wir sollten rüberkommen." Nur ein paar setzen über ins Dörfchen Lorenzkirch. Amerikaner und Russen umarmen sich, Wodka wird getrunken und angestoßen. Am Lorenzkircher Ufer liegen viele Tote, vor drei Tagen umgekommen beim Beschuss durch die Rote Armee. Die vielen Flüchtlinge, die auf der Pontonbrücke waren, als diese von der SS gesprengt wurde, hat die Elbe längst weggespült. Angesichts der toten Zivilisten schwören Russen und Amerikaner auf Anregung Kotzebues gemeinsam, dass sie alles in ihren Kräften Stehende tun wollen, damit sich so etwas nie wiederholt. Die meisten hätten geweint, notiert Polowsky. Kurz darauf findet im elbabwärts gelegenen Kreinitz die zweite amerikanisch-russische Begegnung statt. Aber nur das noch etwas spätere dritte Treffen am gleichen Tag in Torgau findet Platz in den Geschichtsbüchern.

Montag, 7. Mai 1945: Wilsdruff

Gegen 4.30 Uhr rücken 37 Panzer der SS-Panzerdivision "Frundsberg" von Dresden kommend in die Kleinstadt ein. Sie sollen den Vormarsch der Roten Armee so lange wie möglich aufhalten, damit der Rückzug der deutschen Truppen aus Dresden Zeit und Luft bekommt. Sonst würde vielen deutschen Einheiten die Einkesselung drohen. Immer wieder greift die Rote Armee das im tief geschnittenen Saubachtal liegende Wilsdruff an - ohne Erfolg. Die "Frundsberger" schießen 14 russische Panzer ab, ziehen sich danach ins Erzgebirge zurück. Wenige Stunden vor Kriegsende finden in und um Wilsdruff zwischen 50 und 100 Soldaten - vor allem sowjetische - den Tod.

Sonntag, 6. bis Dienstag, 8. Mai 1945: Dresden

Am Sonntag, den 6. Mai hören viele Dresdner das sich nähernde Artilleriefeuer, die Rote Armee hat die Prager Operation begonnen. Die Angst, dass es nach den zerstörerischen Bombenangriffen vom Februar nun zum blutigen Ende kommt, ist groß. Dresden ist monatelang als Festung ausgebaut worden. Jeder, der eine Schaufel halten konnte, musste die 1,50 Meter tiefen Panzergräben mit ausschachten. "Dresden wird bis zum Letzten mit allen Mitteln verteidigt", hat Gauleiter Mutschmann Mitte April verkündet. 20000 Mann - Wehrmacht, Waffen-SS, Polizei, Volkssturm, Hitlerjugend - stehen laut Schätzungen des Historikers Hermann Rahne für den Endkampf zur Verfügung. Doch dann erhält General von und zu Gilsa den Befehl, Dresden ab dem 6. Mai mit allen Einheiten kampflos zu verlassen. Gilsa soll mit seinem Korps auf dem Erzgebirgskamm eine letzte Verteidigungslinie beziehen, um Zeit zu gewinnen für Verhandlungen, möglichst für ein Separatabkommen mit den Westalliierten.

Am Montagnachmittag - der deutsche Abzug läuft noch - erreichen erste russische Panzer Wilschdorf und Klotzsche, stoßen weiter in die Neustadt vor. Am Albertplatz gibt es ein kurzes Gefecht, ein T 34 wird von einer Panzerfaust getroffen. Vereinzelt schießen NS-Fanatiker auf sowjetische Soldaten. Am Dienstag rollt schließlich der große Tross der Roten Armee über das Blaue Wunder, die einzige noch intakte Dresdner Elbbrücke.

Dienstag/Mittwoch, 8./9. Mai 1945: Herrnhut/Oberlausitz

Bis zum Mittag ist der Dienstag nicht nur vom Wetter her ein strahlender Maientag. Alles ist ruhig, keine Spur von Krieg, der dann doch über die kleine Stadt mit ihrer weithin bekannten Brüdergemeine herfällt: Fünf Stunden deckt russische Artillerie den Ort und seine Umgebung mit einem Feuerhagel ein. Der Grund: Einer von sechs vorrückenden russischen Panzern war von deutschen Panzerjägern in Brand geschossen worden. Über das Schicksal der Besatzung ist nichts bekannt. Die Panzerjäger ziehen weiter Richtung Tschechoslowakei, die Rote Armee rückt ein in Herrnhut. Als die Nachricht von der deutschen Kapitulation eintrifft, gerät der Siegestaumel außer Kontrolle. Am Vormittag des 9. Mai brennt plötzlich das große Schwesternhaus - Brandstiftung. Die Flammen breiten sich aus, 31 Gebäude, darunter die Kirche, werden zerstört. Schwester E. Deckert fragt danach russische Soldaten, warum sie das getan haben. Als Antwort notiert sie: "Deutsche Soldaten auch gemacht . Deutsche Soldaten noch schlimmer."

Mittwoch, 9. Mai 1945: Altenberg

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An diesem Mittwoch scheint auch fürs osterzgebirgische Altenberg der Krieg endlich vorbei zu sein. In den zwei Tagen zuvor war es hin und wieder von sowjetischen Schlachtfliegern angegriffen worden. Über hundert Soldaten und Zivilisten wurden Opfer der Angriffe. Nun, als Deutschland schon kapituliert hat, rücken Einheiten der Roten Armee von Rehefeld kommend in Altenberg ein. Am Ortseingang werden sie von einer Werwolfgruppe in ein Gefecht verwickelt. Wieder gibt es Tote, darunter ein russischer Major. Am Abend werden alle Altenberger - einige sind geblieben, einige schon zurückgekehrt - aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Bald darauf brennt die Berggaststätte Raupennest, wenig später fast das ganze Stadtzentrum. Von 120 Häusern bleiben nur die Ruinen.

Quelle: Kriegsschauplatz Sachsen. Daten, Fakten, Hintergründe. DZA Verlag für Kultur und Wissenschaft; Wolfgang Fleischer: Das Kriegsende, Podzun-Pallas.

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