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So endete Sachsens Gauleiter

Am 8. Mai 1945 floh Martin Mutschmann ins Erzgebirge und versteckte sich. Doch schon bald wurde er entdeckt. Dann ging es nach Moskau.

Von Oliver Reinhard
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Brüder in Geist und Untat: Gauleiter Martin Mutschmann (r.) und Joseph Goebbels, 1933 bei einer Veranstaltung in Dresden.
Brüder in Geist und Untat: Gauleiter Martin Mutschmann (r.) und Joseph Goebbels, 1933 bei einer Veranstaltung in Dresden. ©  Archiv/dpa

Am Ende geht alles sehr schnell. Am 14. Februar 1947, drei Tage nach der endgültigen Urteilsbestätigung, wird der prominente Häftling hingerichtet. Im Keller der Moskauer Lubjanka, dem Zentralgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes. Vermutlich mit einem Genickschuss in den frühen Morgenstunden, aber ganz sicher durch Major Vasili Blochin persönlich, den „Schlächter in der Lederschürze“, mit 15.000 Exekutionen Stalins Rekord-Vollstrecker. Die Kugel trifft Martin Mutschmann ausgerechnet aus dem Lauf einer deutschen Walther-Pistole, wie er selbst sie einst benutzt hat. Sachsens ehemaliger NS-Gauleiter, einer von Hitlers mächtigsten und brutalsten Reichsstatthaltern, ist tot.

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