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Niesky

So freuen sich Schöpstal und Niesky über den Geldregen

Beide Kommunen haben Ideen. Weil sie so gut sind, werden sie vom Freistaat mit 300.000 und 200.000 Euro prämiert.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolbild/Monika Skolimowska/dpa

Über das Internet verfolgten Bernd Kalkbrenner und Verwaltungsmitarbeiter die Bekanntgabe der Preisträger des Wettbewerbs „Ideen für den ländlichen Raum“ in Sachsen. Bis zum Schluss blieb es für die Schöpstaler spannend. „Wir wurden zuallerletzt aufgerufen, hatten extrem mitgefiebert“, sagt der Bürgermeister. Dementsprechend groß war die Freude über das 300.000 Euro-Paket, das die Kommune nun zugesichert bekam. Es ist der Höchstpreis in Sachsen. Was damit gemacht wird, steht bereits fest.

In Girbigsdorf wird gegenüber des Aueparks ein 900 Quadratmeter großes Areal zum Kinderspielplatz. Die Wiese hatte die Gemeinde zuvor erworben. „Der Platz wird öffentlich zugänglich sein, der Kindergarten nebenan wird ihn mit nutzen“, sagt Kalkbrenner. Gebaut werden auch Spielgeräte für Kinder mit Behinderungen, ein Parkplatz gegenüber barrierefrei gestaltet.

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Für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind auch die anderen beiden Projekte geplant. In Kunnersdorf wird die Schulscheune – ein kleines Museum unterhalb der Kirche – barrierefrei zugänglich gemacht. Im Ortsteil Ebersbach soll mit dem Geld der zweite Bauabschnitt eines barrierfreien Zugangs zum Wasserschloss verwirklicht werden. Im Schloss haben Gemeindeverwaltung, Arzt und Frisör ihren Sitz. Und es gibt den Rittersaal für Veranstaltungen.

Geld für Nieskys Ortschaften

Große Freude herrschte am Dienstag auch im Rathaus der Stadt Niesky. Denn nach Niesky gehen 200.000 Euro. Die Stadt gehört somit zu den zehn Preisträgern, die 200.000 Euro in ihre kommunale Entwicklung stecken können. Niesky bewarb sich mit dem Projekt "Ortschaftsleben 2.0" an dem Landeswettbewerb. Zusammen mit dem Verein Görlitz für Familie, der in Niesky Träger des Kinder- und Familienzentrums ist, wurde das Vorhaben erarbeitet und zur Förderung eingereicht. Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann erklärt: "In dem Projekt geht es sowohl um die dörfliche Ausgestaltung der vier Ortsteile in Kosel, Ödernitz, See und Stannewisch, aber auch um ihre Vernetzung. Um so mehr freut es uns, dass wir das jetzt umsetzen können." 

Wie das Geld ausgegeben wird und wofür, darüber will die Stadt zusammen mit den Ortschaftsräten entscheiden und einen Plan machen. Im Vorfeld stieß die Beteiligung an diesem Wettbewerb bei den Ortschaftsräten auf Skepsis und verhaltene Zustimmung, jetzt dürften die Zweifel ausgeräumt sein. 

Zum Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" sind 362 eingereichte Vorhaben geprüft worden. Insgesamt 70 Beiträge sind am Mittwoch mit Prämien in Höhe von 5.000 bis 300.000 Euro durch Staatsminister Thomas Schmidt ausgezeichnet worden. Dafür stellt der Freistaat fünf Millionen Euro zur Umsetzung bereit. Im Landkreis war auch Bernstadt unter den Preisträgern.

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