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So funktioniert das Parkhaus Bautzner Straße

Die neuen Dauerparkplätze sind begehrt. Im Erdgeschoss werden Lebensmittel, Kleidung und Drogeriewaren verkauft.

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Von Rafael Barth

Für die Autofahrer der Neustadt ist heute ein guter Tag. Das Stadtviertel, das unter permanenter Parkplatznot leidet, erhält auf einen Schlag knapp 240 neue Stellflächen. Denn heute wird das Park- und Geschäftshaus an der Bautzner Straße 33–35 eröffnet. Ohne Hüpfburg und Brimborium, wie Projektleiter Volker Böhme von der Baufirma Hentschke sagt. Nur die Geschäfte im Erdgeschoss wollen mit Sonderaktionen Kunden locken.

Auf einer Verkaufsfläche von gut 1 700 Quadratmetern werden Lebensmittel, Kleidung, Drogerie- und Backwaren sowie asiatische Schnellkost angeboten. Neben Filialen von dm und Ernsting’s family öffnet Rewe den größten Laden mit einer Verkaufsfläche von knapp 800 Quadratmetern.

Über der Ladenzeile stapeln sich die vier Etagen des Parkhauses. Diese erreicht man über eine Durchfahrt an der Bautzner Straße, sie bieten Platz für 237 Autos. Die meisten davon sind konzipiert als Kurzzeitparkplätze für Kunden, Anwohner und Gäste. Zwei Aufzüge erleichtern den Zugang zu den Autos. Die Stadt hat 196 Stellplätze bezuschusst mit knapp einer Million Euro aus den sogenannten Stellplatzablösegebühren.

Die dritte Etage ist den Dauerparkern vorbehalten. Hier gibt es sechzig Stellplätze. Wie begehrt diese sind, erfuhr die SZ auf Nachfrage beim Investor, der Kapitalgesellschaft Florana aus Weimar: Schon zur Eröffnung seien drei von vier Dauerparkplätzen vermietet. Die Miete kostet 65 Euro pro Monat.

Das Parkhaus dürfte auch deshalb gut angenommen werden, weil es im nächsten Jahr in der Neustadt weniger Stellplätze gibt als heute. Grund dafür sind Bauarbeiten auf dem Martin-Luther-Platz und der Bautzner Straße.

Wenn die Bautzner Straße zwischen Rothenburger und Martin-Luther-Straße saniert wird, fallen laut Stadt 55 Parkplätze weg. Dabei handele es sich zum großen Teil um „wilde“ Stellplätze, heißt es aus der Verwaltung. Diese habe man bislang geduldet aufgrund der ohnehin geplanten Umgestaltung. Nach den Bauarbeiten könnten Autofahrer auf dem genannten Abschnitt der Bautzner Straße noch acht Parkplätze nutzen.

Laut Projektleiter Volker Böhme sind die Bauarbeiten am Park- und Geschäftshaus weitgehend abgeschlossen. Die Fassade mit den gelben Lamellen- und Lochblechfeldern werde noch vor Weihnachten durch Vordächer ergänzt. An der Rückseite würden Zäune zum Nachbargrundstück montiert und, falls es das Wetter zulässt, Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen in den Boden gebracht.

Laut Böhme wird das Gebäude bis zum Jahresende an die Kapitalgesellschaft Tiffy in Bad Homburg verkauft. Diese zahle dafür rund 8,5 Millionen Euro.

Informationen zu Dauerparkplätzen im Parkhaus Bautzner Straße erhält man bei der Kapitalgesellschaft Florana unter 03643 871712