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Döbeln

So geht es in den Ortsteilen weiter

In Döbeln haben sich vier Ortschaftsräte konstituiert. Ein Vorsteher ist neu.

Auch nach Auslaufen der Vereinbarung in diesem Jahr sind noch einige Projekte – vor allem im Straßenbau – offen. Etwa eine Stützmauer an der Hauptstraße in Ebersbach.
Auch nach Auslaufen der Vereinbarung in diesem Jahr sind noch einige Projekte – vor allem im Straßenbau – offen. Etwa eine Stützmauer an der Hauptstraße in Ebersbach. © André Braun / Archiv

Döbeln. Arndt Patzig hat im Döbelner Ortsteil Ziegra die Nachfolge der altgedienten Ortsvorsteherin Helga Busch angetreten. „Als ich vorgeschlagen wurde, habe ich nicht nein gesagt“, sagte Patzig, der seit etwa 20 Jahren erst im Gemeinderat, dann im Ortschaftsrat mitgearbeitet hatte. „Ich will die gute Verbindung zur Stadtverwaltung halten und als Ansprechpartner im Dorf da sein“, sagte Patzig. Bis Ende nächsten Jahren gilt noch die Eingliederungsvereinbarung, die dem Ortsteil bedeutende Summen aus den Envia-Aktien und der sogenannten Hochzeitsprämie zubilligt. 

„Dieses Kapital wollen wir in den Ortsteilen gut anlegen. Wir werden dafür Ideen und Vorschläge sammeln.“ In der Vergangenheit waren in Ziegra schon eine Reihe von Projekten realisiert worden. Zuletzt wurden in Stockhausen eine Straße hergerichtet und in Ziegra der Weg zum Friedhof gepflastert. Patzig plant als Ortsvorsteher auch regelmäßige Sprechstunden. Insgesamt hat der Ortschaftsrat acht Mitglieder. Patzigs Stellvertreterin ist Peggy Ebert.

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In Ebersbach bleibt Jürgen Müller Ortsvorsteher. Er war vom Ortschaftsrat vorgeschlagen und einstimmig berufen worden. Sein Stellvertreter ist Danilo Winkler. In Ebersbach waren in den Jahren nach der Eingemeindung viele Vorhaben realisiert worden. 

Auch nach Auslaufen der Vereinbarung in diesem Jahr sind noch einige Projekte – vor allem im Straßenbau – offen. Etwa eine Stützmauer an der Hauptstraße in Ebersbach. In Mannsdorf muss die Straße grundlegend saniert werden, sagte Müller. „Dort ist mittelfristig auch die Abwasserfrage zu klären. Die Kapazität des Vorfluters ist erschöpft.“ Es gebe keinen Abwasserkanal im Ort, aber noch etliche Flächen, die mit Häusern bebaut werden könnten.

In Mochau wird Ralph Zschörper weiter ehrenamtlich als Ortsvorsteher arbeiten. Er ist vom Ortschaftsrat in seinem Amt bestätigt worden. Sein Stellvertreter ist Felix Pittelkow. Der neue Ortschaftsrat ist von ehemals 14 auf jetzt insgesamt neun Mitglieder reduziert worden. Für Zschörper war Inka Horn in den Ortschaftrat nachgerückt.

Im Ortsteil Technitz ist Dieter Hundrieser – der seit dieser Legislaturperiode auch Mitglied des Stadtrats ist – als Ortsvorsteher gewählt worden. Für ihn rückt Michael Reutow in den Ortschaftsrat nach. Dieser ist auch stellvertretender Vorsteher, worüber Hundrieser froh ist. „Das ist ein junger Mensch, der später auch einmal Verantwortung übernehmen kann. Ich bin 64 Jahre alt. Wir brauchen den Nachwuchs.“

Das Kultur- und Dorfleben liegt den Ortschaftsräten besonders am Herzen. Neustes Projekt: Regelmäßig sollen Verkehrsteilnehmerschulungen angeboten werden. „Es gibt einen großen Zuspruch, das hätten wir nicht erwartet“, sagte Hundrieser. „Wir bauen auch eine Turn- und Sportgruppe auf, um in Bewegung zu bleiben.“

Regelmäßig trifft sich im Versammlungsraum im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus ein Kreativzirkel. Ein Problem vor allem für ältere Leute war bisher die steile Treppe ins Obergeschoss. Aber das ist mit dem Bau einer neuen Treppe gelöst worden. „Wir sind damit sehr zufrieden“, sagte Hundrieser.

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