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Identität von Brandopfer noch nicht geklärt

Der Wohnungsbrand in Gröditz, bei dem ein Toter entdeckt wurde, liegt mehr als eine Woche zurück. Mit der Sanierung kann noch nicht gestartet werden.

In diesem Wohnblock am Gröditzer Stadtrand hatte es gebrannt.
In diesem Wohnblock am Gröditzer Stadtrand hatte es gebrannt. © Eric Weser

Gröditz. Gröditz. Die Ursache für den Wohnungsbrand vom vorigen Dienstag, bei dem in Gröditz ein Toter entdeckt worden war, ist noch nicht abschließend geklärt. „Ein technischer Defekt oder ein Einwirken von außen scheint aber ausgeschlossen“, so die Polizei auf Nachfrage. Am wahrscheinlichsten sei ein Unfall.

 Etwa eine glimmende Zigarette oder dergleichen. Noch nicht zweifelsfrei geklärt ist laut Polizei auch die Identität des beim Brand entdeckten Toten. Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich dabei um den 76-jährigen Wohnungsmieter handelt.

Für den Verstorbenen haben Menschen am Eingang des Wohnblocks im Gröditzer Musikerviertel Blumen niedergelegt und Gedenkkerzen aufgestellt. Menschen, die das mutmaßliche Brandopfer kannten, sprechen von einem ruhigen Zeitgenossen und Einzelgänger. 

Neben dem Hauseingang steht auch ein großer Container einer Entsorgungsfirma. Bisher habe man aber nur das Notdürftigste tun können, da eine Freigabe durch die Staatsanwaltschaft noch aussteht, so Ronald Schulze, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Gröditz (KWG), der das Haus gehört. 

Ab nächste Woche solle das Treppenhaus in Ordnung gebracht werden. Die quasi komplett zerstörte Brandwohnung müsse kernsaniert werden, so der KWG-Chef. Kostenmäßig rechne man derzeit mit etwa 65 000 Euro. Für den Schaden solle die Versicherung aufkommen. 

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Am Dienstagabend brach das Feuer im dritten Stock des Hauses aus. Mindestens vier Anwohner mussten ins Krankenhaus, für einen Mann kam jede Hilfe zu spät.

Neben der zerstörten Wohnung waren durch Feuer und Löscharbeiten auch benachbarte Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Schaden dort sei aber überschaubar, so Ronald Schulze, der sich bei den Rettungskräften bedankt, die vorige Woche im Einsatz waren. Zeitweilig ausziehen musste laut dem KWG-Chef wegen des Brandes nur eine Mieterin aus der Wohnung unter der Brandwohnung. 

Ansonsten hätten alle Mieter bereits zurückkehren können. Geplant sei, die Sanierung an dem 1981 erbauten, in den 90ern sanierten und erst kürzlich neu gestrichenen Wohnblock bis Ende November abzuschließen. (SZ)

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