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So hält Make-up auch im Sommer

Wer herunterlaufende Schminke und Panda-Augen vermeiden will, braucht andere Produkte.

Heller Lidschatten sieht im Sommer besser aus.
Heller Lidschatten sieht im Sommer besser aus. © Christin Klose

Von Andrea Abrell

Bei viel Sonne schmilzt das Make-up fast. Deshalb rät Visagist Peter Arnheim zu einer bewussten Wahl der Grundierung, auch Foundation genannt: „Im Sommer sollte man auf flüssige, stark deckende und vor allem silikonhaltige Produkte verzichten.“ Sie versiegeln die Poren und sorgen damit dafür, dass man noch mehr schwitzt, erklärt er. Besser geeignet seien leichte, cremige Texturen mit mittlerer Deckkraft und idealerweise mit Lichtschutz.

Wer es noch leichter mag, kann eine sogenannte Cushion-Foundation für das natürliche Aussehen verwenden, empfiehlt Nathalie Fischer, Make-up-Expertin beim VKE-Kosmetikverband. Cushion ist Englisch und heißt Kissen: Das Make-up – flüssig, cremig oder pudrig – ist in ein Kissen eingelassen. Mithilfe dieses Puderschwamms wird die Grundierung direkt auf die Haut aufgetragen. Je nach Menge kann die Deckkraft angepasst werden.

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Auch Lidschatten verläuft bei hohen Temperaturen gern und verkriecht sich unschön in der Lidfalte. Dagegen hat Visagist Horst Kirchberger einen guten Tipp: „Das Augen-Make-up muss mit einem kleinen Pinsel flächig überpudert werden.“ Selbst wenn es extrem heiß ist, wird so die Haltbarkeit des Make-ups verlängert, sagt er.

Aber was ist zu tun, wenn die Schminke doch zu laufen beginnt? Keine Sorge, beschwichtigt Arnheim: „Mit Löschpapierblättchen aus dem Drogeriemarkt sanft das Gesicht abtupfen, das saugt den überschüssigen Talg auf, der beim Schwitzen entsteht“, erklärt er. Erst danach sollte man das Make-up wieder leicht auffrischen. Alternativ kann man auch ein Kosmetiktuch oder sogar ein Taschentuch verwenden. Der Tipp des Profis: „Wichtig ist, dass man nicht reibt, sondern nur tupft.“

Lieber sehr helle Töne

Um das Make-up zu fixieren, kann über das geschminkte Gesicht anschließend ein Fixing-Powder aufgetragen werden. Ein normales, dünnes Auftragen macht das Make-up wasserresistent – und verhindert das Verlaufen beim Schwitzen, sagt Fischer.

Wer auf Nummer sicher gehen will, zum Beispiel weil man auf einer Hochzeit eingeladen ist oder für einen beruflichen Termin taufrisch aussehen möchte, kann sich auch von einem Profi in einem Make-up-Studio helfen lassen. Dort kann man sich nämlich ein Airbrush-Make-up machen lassen. Es hat eine Wasserbasis und wird nur fein aufgesprüht. „So bleibt die Haut atmungsaktiv, und wenn man nicht zu stark wischt, bleibt das Make-up in der Regel stabil und trocknet an schwitzenden Partien wieder natürlich nach und gleicht sich der Haut an.“

Visagist Kirchberger empfiehlt – passend zur Jahreszeit – auf dunklen Lidschatten zu verzichten und lieber mit sehr hellen Tönen zu arbeiten. „Meine bevorzugten Farben sind Beigetöne, Farben wie Eierschale, blasses Beige, Rose oder Vanille.“

Der Sommer ist aber auch die Zeit der Farben, nicht nur Blumen und Bäume stehen in voller Pracht. Auf der Haut kann man, wenn mutig genug, auch knallige Farben tragen. „Koralle, fruchtige Wassermelone und Ozeangrün sind 2020 wichtige Farbtöne in der Beauty“, erklärt Kirchberger. Diese Farben würden nämlich besonders gut zu gebräunter Haut aussehen, erklärt der Profi weiter.

Allerdings sollte man dann darauf achten, dass das restliche Make-up eher dezent gehalten wird. Lippen beispielsweise sollten eher mit hellen Tönen geschminkt werden, „das schenkt dazu noch einen Hauch Farbe“, so Kirchberger. (dpa)

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