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So halten es die Langenwolmsdorfer mit der Wiedervereinigung

Die Freundschaft zu den Einwohnern in Sipplingen ist über viele Jahre gewachsen. Bald steht ein Jubiläum an.

Von Anja Weber

Sie haben es wieder getan, die Langenwolmsdorfer und die Sipplinger. Sie haben sich wieder getroffen, weil sie es so wollten. Ihre Freundschaft geht ihnen über alles. Seit mittlerweile 23 Jahren halten sich Einwohner aus Langenwolmsdorf und Sipplingen die Treue. Immer um den 3. Oktober, den Tag der Wiedervereinigung, treffen sie sich, mal in den neuen Bundesländern, mal in den alten Bundesländern. Ziel der Begegnungen ist es, die Landschaften und auch die Bundesländer sich gegenseitig näherzubringen. Dieses Mal kümmerten sich die Sipplinger um das Treffen. Vor den Langenwolmsdorfern lag eine lange Anreise nach Baden-Württemberg, doch die Vorfreude auf die gemeinsamen Tage ließ die Zeit im Auto schnell vergehen, sagt Erika Dürr. Die Rheinländerin, die seit 1994 in Langenwolmsdorf wohnt, unterstützte die Treffen seit Beginn, und so war sie auch dieses Mal wieder mit von der Partie. Insgesamt 20 Langenwolmsdorfer machten sich auf den Weg. Für das Treffen selbst hatten sich die Sipplinger das Weindorf Ernst an der Mosel in der Nähe von Cochem ausgesucht. „Das Programm, welches unsere Freunde organisiert hatten, war vielfältig und sehr informativ“, sagt Erika Dürr.

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So besuchten sie das Benediktiner-Kloster Maria Laach, den Nürburgring sowie Koblenz mit dem Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Außerdem stand eine Fahrt nach Trier auf dem Programm. Mit vielen neuen Eindrücken im Gespräch sind die Langenwolmsdorfer inzwischen wieder zu Hause. Sie werden das Treffen im nächsten Jahr vorbereiten. Das soll auf jeden Fall stattfinden, als ein Stück gelebte Wiedervereinigung.

Die Partnerschaft selbst begann vor nunmehr 23 Jahren. 1990 vermittelte der damalige Kreis Sebnitz Ortspartnerschaften in die westlichen Bundesländer. Noch im gleichen Jahr kam der damalige Sipplinger Bürgermeister nach Langenwolmsdorf. Roland Roch und der damalige Bürgermeister Helmut Deckert kümmerten sich in den Folgejahren darum, dass es eine Partnerschaft auf Dauer wurde.