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So hat sich das Spreequellkaufhaus entwickelt

Zurzeit sorgt das Center in Neugersdorf mit Umbauplänen für Diskussionen. Es ist nicht die erste Erweiterung, wie die Geschichte zeigt.

© Tthomas Eichler

Von Romy Kühr

Neugersdorf. Zum Center in Neugersdorfs Zentrum gehört das „Kaufhaus an der Spreequelle“, das von der Inhaberfamilie Unruh aus Neugersdorf selbst betrieben wird. Weitere Verkaufsflächen sind vermietet an andere Partner: Aldi, Rossmann, Ernstings Family, Kik, K&K-Schuhe sind dabei deutschlandweit agierende Handelsketten.

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Früher hatte auf der Fläche eine alte Fabrik gestanden. Der Eigentümer ließ sie nach der Wende abreißen.
Früher hatte auf der Fläche eine alte Fabrik gestanden. Der Eigentümer ließ sie nach der Wende abreißen. © SZ-Archiv
Auf der Fläche wurde das Kaufhaus gebaut und 1991 eröffnet.
Auf der Fläche wurde das Kaufhaus gebaut und 1991 eröffnet. © SZ-Archiv

Außerdem gibt es Geschäfte einheimischer Händler: Bäcker, Fleischer, Zeitungskiosk, Gärtner, Obst- und Gemüsehändler, einen Asia-Imbiss. Das alles wurde in den vergangenen 25 Jahren immer wieder erweitert und erneuert. SZ hat eine Chronik zusammengetragen, wie sich das Center entwickelt hat.

Das Spreequellkaufhaus und seine Geschichte

1990

Karl-Wilhelm Deerberg, Unternehmer aus Westfalen und Eckhard Unruh, der seit den 1960er Jahren in Neugersdorf lebt, haben die Idee, ein Kaufhaus in der Oberlandstadt zu bauen. Unruhs Familie besaß früher eine Fabrik auf dem Gelände, wo heute das Kaufhaus steht. Durch Reprivatisierung bekommt er es nach der Wende zurück – und will es nicht brach liegen lassen. Der Kontakt mit Deerberg kommt zustande. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Kaufring AG, des damals größten Einkaufs- und Marketingverbundes in Europa. Die alte Fabrik wird abgerissen. Mit dem westdeutschen Partner baut Unruh das Kaufhaus. Eröffnung ist 1991. Der erste Mieter neben dem Kaufhaus ist Aldi. Neugersdorf hat damit sogar die erste Aldi-Filiale in Sachsen, sagt Karl-Wilhelm Deerberg.

1998

„Spreequell-Kaufhaus im neuen Gewand“ – so berichtete die SZ im Herbst 1998 über den Einkaufsmarkt. Die anfängliche Verkaufsfläche von 2800Quadratmetern wird um 800Quadratmeter erweitert. Damals verzeichnet Unruh einen Kundenrückgang. Der Anfangszustrom nach der Wende ist abgerissen, denn ringsum sind weitere Verkaufseinrichtungen entstanden und damit die Konkurrenz gewachsen.

2004

Erneut wird das Kaufhaus innen umgestaltet, um dem allgemeinen Abwärtstrend entgegenzuwirken. Unruhs erweitern das Textilsortiment. Das Kaufhaus macht sich außerdem einen Namen mit Modenschauen. 2005 wird zudem die Fläche für den Discounter Aldi durch einen Anbau vergrößert.

2007

Die nächste Erweiterung steht an. Diesmal entsteht ein komplett neues Gebäude neben dem Kaufhaus. Mit Kik und K&K-Schuhe gewinnt das Center zwei neue Partner, die sich hier einmieten. 800Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen für beide Läden. Außerdem werden 30 neue Parkplätze gebaut. 2008 zieht mit Ernstings Family ein weiterer neuer Partner ins Hauptgebäude ein. Die Handelskette verkauft Kleidung und Dekoartikel.

2009

Der nächste große Umbau hängt mit der Pleite des Fleischwerks Löbau zusammen. Das Fleischwerk betrieb bis zu seiner Insolvenz eine Filiale im Spreequellcenter. Nachdem die Fleischerei Richter aus Niesky das Fleischwerk übernommen hat, will sie auch diese Filiale wieder öffnen. Dem geht ein umfangreicher Umbau voraus. Die Fleischer-Filiale bekommt eine neue Fläche im Center, ein moderner Imbissbereich mit 20Sitzplätzen entsteht.

2012

Wieder stehen Bauarbeiten an, diesmal ist ein Wasserschaden schuld. Der Frischemarkt im vorderen Bereich des Kaufhauses, wo Bäcker, Fleischer, Blumenladen und Obsthändler ihre Geschäfte haben, muss infolge dessen saniert werden. Auch der Asia-Imbiss ist zwischenzeitlich erneuert worden. Statt eines Imbissstandes gibt es nun ein massives Gebäude.

2015

Aldi will sich erneut erweitern und auch Rossmann fordert mehr Fläche. Die Center-Inhaber sehen sich gezwungen, eine erneute Vergrößerung zu planen. Derzeit wird am Bebauungsplan gearbeitet. Das wird sich noch Monate hinziehen, da viele Details zu beachten sind.

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