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So hört sich Martin Luthers Entführung an

Im Kirchgemeindehaus erzählt eine Ausstellung die Geschichte des Reformators. Bis 11. Juli ist die Zeitreise noch möglich.

Von Heike Stumpf

Wer Martin Luther war, das weiß fast jedes Kind. Wie umfassend er die Kirche zu seiner Zeit mit seinen Thesen durcheinandergewirbelt hat, werden die meisten heute nur erahnen können. Wer ein Gefühl für die Umbruchzeit bekommen möchte, der kann das mithilfe einer interaktiven Wanderausstellung. Die ist im Kirchgemeindehaus in Roßwein angekommen und wird, ehe sie weiterzieht, bis zum 11. Juli dort zu sehen sein.

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Die Macher laden dazu ein, selbst auszuprobieren, womit Kinder vor 500 Jahren spielten, wie Menschen damals mit einem Federkiel schrieben. Die geheimnisvolle Entführung Luthers wird in einem Hörspiel nacherzählt. Und farbige Darstellungen veranschaulichen prima, was der Reformator zusammen mit Leisniger Bürgern zustande gebracht hat: eine Kastenordnung. Die gilt als die älteste Sozialordnung der Welt. Nach der sollten diejenigen, die haben, für die geben, die in Not sind. Also hat Luther nicht nur in Wittenberg, in Eisleben oder im Mansfelder Land, wo er herstammt, Spuren hinterlassen, sondern auch in der Region Döbeln.

Gruppen können die Ausstellung nach Absprache ( 034322 43480) besuchen, sonntags ist von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.