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Möbelhändler mit Extra-Service für Rückkehrer

Wer in die Oberlausitz zurückkehrt, hat viel um die Ohren. Da ist jede Hilfe recht. Das Görlitzer Porta-Haus geht da jetzt einen neuen Weg.

Von Gabriela Lachnit
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Stefanie Bock ist Mitarbeiterin bei Porta. Sie betreut die Kunden jetzt als Personalshopper. Voraussetzung ist eine Terminvereinbarung.
Stefanie Bock ist Mitarbeiterin bei Porta. Sie betreut die Kunden jetzt als Personalshopper. Voraussetzung ist eine Terminvereinbarung. © Nikolai Schmidt

Stefanie Bock arbeitet im Möbelhaus Porta in Görlitz.  Für ihre neue Aufgabe kommt es ihr zugute, dass sie sich im Haus gut auskennt. Davon profitieren auch die Kunden. 

Die 31-jährige  Einzelhandelskauffrau lernte schon bei Porta.  Deswegen kennt sie das Einrichtungshaus sehr genau. Jetzt hat sie ein neues Arbeitsfeld dazubekommen. Stefanie Bock betreut Kunden als  "Personalshopper". 

Was das ist, erklärt Torsten Zieschank. Er ist der stellvertretende Leiter des Einrichtungshauses in Görlitz: Beim Personalshopper-Programm vereinbart der Kunde telefonisch einen Termin. Dabei nennt der Kunde  seine Einrichtungswünsche. Zum Termin wartet dann bereits die auf den Kunden zugeschnittene Möbelauswahl.

Torsten Zieschank denkt bei dem neuen Service vor allem an Rückkehrer. Also Menschen, die vor Jahren der Arbeit hinterher in die alten Bundesländer zogen und jetzt  zurückkehren. "Diese Leute richten sich oft neu ein", sagt Torsten Zieschank. "Hier kommen wir ins Spiel. Ein Mitarbeiter begleitet den Kunden von der Möbelauswahl bis zur Montage in der Wohnung", erklärt Zieschank. 

Ein Mitarbeiter berät zu allen Abteilungen

Der Mitarbeiter, in diesem Fall Stefanie Bock, begleitet den Möbelkunden durch das ganze Haus. Der Kunde hat nicht drei, fünf oder mehr Ansprechpartner aus allen Abteilungen, sondern eben nur einen. "Der Möbelkauf erfolgt sozusagen aus einer Hand", erklärt Torsten Zieschank. Damit reagiere das Unternehmen auf Kundenwünsche. "Immer wieder haben Kunden geäußert, dass sie es schön fänden, wenn sie zum Beispiel eine Couch beim gleichen Berater kaufen können wie eine Garderobe", erklärt er. "Die Vorteile sind klar ", erklärt Stefanie Bock: Der Kunde muss nicht in jeder Abteilung den Berater wechseln. Er bekommt alles aus einer Hand und muss nicht jedes Mal seinen Einrichtungswunsch neu erklären.

Mittlerweile ist das  Angebot angelaufen,  es entwickelt sich. "Offenbar muss es sich noch herumsprechen", vermutet  Stefanie Bock. Die ersten Kunden betreute sie bereits als Personalshopper, weitere Terminvereinbarungen liegen vor.

Den Personalshopper-Service kann  jeder Kunde nutzen. "Wer zum Beispiel umzieht und neue Möbel benötigt, kann genauso mit uns einen Termin vereinbaren wie jemand, der sich  neu einrichten möchte", erklärt die Möbelspezialistin. Übrigens, eine Kaufverpflichtung besteht beim Personalshopper nicht.

Kleinere Häuser bieten ähnlichen Service

Den neuen Service des Personalshoppers bieten andere Einrichtungshäuser in der Region auch an, wenngleich aus anderen Beweggründen und ohne ihn explizit so auszuweisen. Bei Möbel Starke in Schönbach geben die Mitarbeiter dem Kunden Zeit, anzukommen,  sich in Ruhe umzusehen. Dann fragen sie nach den Wünschen und begleiten den Kunden in die jeweilige Abteilung. 

Cornelia Benitz vom Marketing: "In diesem Jahr feiert das Familienunternehmen 120-jähriges Bestehen. Das Familiäre wird bei uns auch in der Beratung groß geschrieben", erklärt sie. Das Möbelhaus in Schönbach sei viel kleiner als Porta, schon aus diesem Grund sei es persönlicher, erklärt die Marketing-Fachfrau.

Größenmäßig vergleichbar mit dem Möbelhaus Starke in Schönbach ist die Markersdorfer Filiale von Multi-Möbel. "Bei uns wird es prinzipiell so gemacht, dass eine Mitarbeiterin den Kunden betreut, auch wenn er Wünsche aus verschiedenen Einrichtungsbereichen hat", informiert Sylvia Wägner. Sie ist die Leiterin der Filiale. "Der Kunde bekommt alles aus einer Hand, das wird gut angenommen und von den Kunden honoriert", erklärt sie.

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