merken
PLUS Dresden

Feueralarm im Wahllokal 

Die Sparkasse am Dr.-Külz-Ring musste während der Landtagswahl evakuiert werden. Ein Alarm hatte angeschlagen. Wie es sonst in den Lokalen lief.

Wähler geben in einem Wahllokal auf der Hohensteiner Straße in der Neustadt ihre Stimme ab. In der Altstadt wurden Wähler am Sonntagnachmittag dagegen kurzzeitig evakuiert.
Wähler geben in einem Wahllokal auf der Hohensteiner Straße in der Neustadt ihre Stimme ab. In der Altstadt wurden Wähler am Sonntagnachmittag dagegen kurzzeitig evakuiert. ©  Christian Juppe

Von zwei besonderen Vorkommnisse zur Landtagswahl in Dresden hatte Kreiswahlleiter Dr. Markus Blocher bei der Pressekonferenz am Sonntag um 19 Uhr zu berichten: einem Feuerwehreinsatz sowie einem Wähler, welcher der Stadt wegen unrechtmäßiger Durchführung der Wahl mit einer Strafanzeige droht.

Gegen 14 Uhr wurde im Wahllokal in der Sparkasse am Dr.-Külz-Ring offenbar ein Fehlalarm ausgelöst, weil jemand unerlaubterweise geraucht hatte. Die Wahlhelfer und Wähler mussten evakuiert werden, die Wahlurne wurde ebenfalls aus den Räumen entfernt. 20 Minuten später sei der normale Betrieb aber wieder zugelassen worden, so Blocher. 

Oppacher Mineralquellen
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Weil die Wahlurne in der 9. Oberschule auf der Lommatzscher Straße in Pieschen nur mit einem Schloss, nicht aber mit einer Plombe gesichert worden sei, habe ein Wähler der Stadt mit einer Strafanzeige gedroht, erzählte der Kreiswahlleiter weiter. Die Stadt nimmt es gelassen: Im Gesetz stehe gar nichts von einer nötigen Verplombung. 

Wie es sonst in den Wahllokalen lief:

Während sich am frühen Nachmittag dunkle Gewitter-Wolken über den Dresdner Himmel schoben, blieb es unten störungsfrei: Im Gegensatz zur Kommunalwahl im Mai hat es zur Landtagswahl in Dresden offenbar keine Warteschlangen gegeben. Ebenso wenig genervte Wähler und Helfer. Im Gegenteil: Die SZ-Reporter in den seit acht Uhr geöffneten Wahllokalen meldeten reibungslose Abläufe – und hohe Beteiligung.

Im Mai hatten Wähler bis zu zwei Stunden warten müssen, ehe sie ihre Stimme abgeben durften, einige waren teilweise erst nach dem eigentlichen Wahlende um 18 Uhr an die Reihe gekommen. Diesmal also gab es ein anderes Bild – und das, obwohl die Dresdner enormes Interesse zeigten und schon den Vormittag nutzten, um ihre Stimmen abzugeben. So waren bereits kurz nach 10 Uhr im Dresdner Osten viele Menschen aller Altersgruppen auf den Beinen und machten sich auf den Weg in die Wahllokale. Ähnlich die Meldungen aus der Neustadt, der Altstadt, aus Kaditz, Laubegast und Cotta – Wählen als Minutensache am Vormittag.

Jeder zweite Wahlberechtigte habe um 12 Uhr bereits seine Stimme abgegeben, meldete die Stadt mittags. Zudem: Gegen 14 Uhr hatten mit einer Beteiligung von knapp 62 Prozent bereits mehr Menschen ihre Kreuze auf den Wahlzetteln gemacht, als während des gesamten Wahltags 2014.  Im Vergleich mit anderen Regionen waren die Dresdner am Mittag Spitze. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung im Land lag zu diesem Zeitpunkt bei 35 Prozent. Zum Vergleich: In den stärksten Wahljahren 1990 und 1999 waren in Dresden 69 Prozent und 65 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen.

Zu den frühen Besuchern am heutigen Sonntag zählte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der seine Stimme bereits kurz nach neun Uhr im Gymnasium Klotzsche abgab. Begleitet wurde er von seiner Partnerin Annett Hofmann– und vielen Fotografen. Ihm folgten gegen elf Rico Gebhard von den Linken, der ins Wahllokal am Strehlener Rudolf-Bergander Ring ging und die Grünen-Spitzenkandidatin Katja Meier, die ihre Stimme in der Neustadt abgab.

Erleichternd für die Wahlhelfer dürfte diesmal hinzukommen, dass nicht drei Wahlzettel auszufüllen und auszuwerten waren, sondern nur einer. Zudem hatten diesmal bereits sehr viele Dresdner an der Briefwahl teilgenommen. Bis Ende August lagen in der Landeshauptstadt 118 500 Anträge vor. Wähler wollten die Briefwahl nutzen, weil sie online oder per Brief mit wenig Aufwand beantragt werden könne, sagte ein Stadtsprecher. Die Form spreche immer mehr an. (SZ/dn/dob)

Mehr zum Thema Dresden