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Riesa

So radfreundlich ist Riesa

Der ADFC hatte Radfahrer um ihre Meinung gebeten. Jetzt stellte der Geschäftsführer die Ergebnisse den Stadträten vor.

Wie steht es um Riesas Radfahrerfreundlichkeit? Ein ADFC-Sprecher hat dazu jetzt die Stadträte informiert.
Wie steht es um Riesas Radfahrerfreundlichkeit? Ein ADFC-Sprecher hat dazu jetzt die Stadträte informiert. © Sebastian Schultz

Riesa. Keine gute Note - aber trotzdem Mittelmaß in Sachen Fahrradfreundlichkeit: So lässt sich das Ergebnis des Fahrradklimatests zusammenfassen, den der ADFC 2018 zum zweiten Mal in der Stadt durchgeführt hatte. Bei der Umfrage konnten die Teilnehmer insgesamt 27 Fragen rund um das Thema Radfahren in ihrer Stadt beantworten. 

Für Riesa stand am Ende die Gesamtnote 4,1. Das ist etwas schlechter als beim ersten Fahrradklimatest im Jahr 2016. Damals reichte es noch für eine 3,8. Trotzdem liege Riesa damit im Mittelfeld, erklärt Konrad Krause. Im jüngsten Bauausschuss stellte der Geschäftsführer des ADFC in Sachsen die Ergebnisse den Stadträten im Detail vor.  

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Auch die übrigen Städte in der Region erreichten kaum bessere Bewertungen. Meißen schnitt noch um eine Zehntelnote schlechter ab; am besten kamen Coswig und Großenhain weg. Sie erhielten jeweils die Note 3,6. Das ist nicht weit vom sächsischen Sieger Hoyerswerda entfernt.

Was Riesas Radfahrern wichtig ist

Vor allem das Thema Sicherheit bewege die Radfahrer nach wie vor, so der ADFC-Geschäftsführer. "Das brennt unter den Nägeln, 76 Prozent der Befragten fühlen sich gefährdet." Konrad Krause betont dabei, das Sicherheitsgefühl sei rein subjektiv. Ein junger Rennradfahrer bekomme womöglich überhaupt keine Angst, wenn die Lastwagen eng an ihm vorbeifahren, während eine ältere Frau die Strecke nach so einem Erlebnis vielleicht gleich meide. "In Meißen und Dresden sieht das ganz ähnlich aus." 

Drei Viertel der Befragten hatten außerdem fehlende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bemängelt. Die Stadt hat seit der Umfrage zumindest in Bahnhofsnähe nachgebessert: Schon vor dem Tag der Sachsen wurden am Busbahnhof 29 neue Abstellmöglichkeiten geschaffen. 

Darüber hinaus empfiehlt der ADFC der Stadt, sich bei der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs zu engagieren. Davon abgesehen, befasst sich auch die Stadtverwaltung schon seit Längerem mit der Frage, an welchen Stellen künftig für den Radverkehr investiert werden soll. Im vergangenen Jahr waren die Riesaer aufgerufen, sich an der Radverkehrskonzeption zu beteiligen. 

Neues Radverkehrs-Konzept kommt im März

"Es gab 15 Hinweise und Einwendungen aus der Bürgerschaft über die Onlinebefragung", erklärt dazu Stadtsprecher Uwe Päsler. "Die fließen in den Abwägungsprozess mit ein." Die Riesaer Stadträte sollen voraussichtlich im März über das Konzept entscheiden. Die Konzeption ist eine wichtige Grundlage, um beispielsweise Fördermittel für Baumaßnahmen beantragen zu können. 

Ein Thema, das der ADFC in der Vergangenheit häufig bemängelte, spielte im Bauausschuss übrigens eine untergeordnete Rolle: die Beschilderung. Und das, obwohl Riesa in dieser Beziehung ebenfalls schlechter abschnitt als viele sächsische Kommunen. Hintergrund ist wohl in erster Linie die schwer verständliche Verkehrsführung aus der Stadt Richtung Bahnhof. Der ADFC-Geschäftsführer, nicht zum ersten Mal in Riesa, beließ es diesmal beim Hinweis, er sei auf dem Hinweg vom Bahnhof zum Rathaus "wieder falsch abgebogen".